Wir haben hier einen Briten im Team.
Davis,... ein grossgewachsener Typ (ca. Ende Vierzig), grau melierte Haare, perfekte Massanzüge und hochwertiges Schuhwerk aus London.
Ein Businesstyp aus dem Bilderbuch,... könnte Banker sein!
In seiner Funktion als Supervisor kommt er mit vielen Leuten in Kontakt,
ist aber auch sonst ein ganz geselliger Kollege, der sich gerne Zeit nimmt,
um über Gott und die Welt (aktuell mehr über die Deutschen und Griechen) zu quatschen.
Wäre da nur nicht seine perfekte Art des Understatements!
Sein "Es gibt ein kleines Durcheinander" ist in Tat und Wahrheit "Das ist einzige Desaster"!
Typisch Brite,... ein Meister des Understatements.
-
[Randnotiz: Davis' grösste Blamage ist übrigens der Auftritt an einer James-Bond-Mottoparty. Er erschien in einem Neoprenanzug und mit einer Armbrust. Alle anderen trugen Smoking.]
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Mittwoch, 1. Juli 2015
Montag, 17. November 2014
100 Dinge,...
... die mich reif für die Insel machen täglich beschäftigen. Davon einige mehr, als mir persönlich lieb ist. Aber so läuft es, wenn man 1,1 Mio. abfackeln darf,... die Kohle brennt nie gleichmässig ab.
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Montag, 12. August 2013
Nationale Eigenarten, Part II
Nach der spontanen Kurzanalyse meiner Arbeitskollegen/innen aus dem Ausland habe ich auch meine Schweizer Kollegen/innen etwas genauer unter die Lupe genommen und dabei folgende Erkenntnisse gewonnen:
- Die Aargauer: Haben in Sachen Mode den grössten Entwicklungsbedarf (ist ihnen einfach nicht wichtig genug), reden gerne um den heissen Brei, tummeln sich in der Beliebtheitsskala eher auf den hinteren Plätzen rum, prahlen mit getunten Fahrzeugen (schauen zu viel The Fast and the Furious), fühlen sich öfters benachteiligt, hassen Aargauer-Witze (von denen gibt es viele!), loben sich gerne selber, sind süchtig nach Facebook
- Die Berner: Reden und bewegen sich mit der Geschwindigkeit eines Faultiers (in der Ruhe liegt die Kraft!), haben mit Abstand den beliebtesten Dialekt, hassen die Frage „Kannst Du schnell…“, suchen und pflegen gerne soziale Kontakte, sind schnell von grossen Ereignissen/Sachen begeistert, legen nicht jedes Wort auf die Goldwaage, lieben ihren Kanton, die Bundeshauptstadt und das Gurtenfestival, freuen sich über jeden sichtbaren Berg, sind kommunikativ, geben sich am ehesten Mühe, ein korrektes Französisch zu sprechen
- Die St. Galler: Haben bei der mündlichen Kommunikation ein Problem mit dem Buchstaben 'R', vertreten ureigene Sitten und Bräuche mit grosser Selbstverständlichkeit, beherrschen mindestens 1/3 der Schweizer Nationalhymne, sind auch gegenüber Schlager nicht abgeneigt, sind wahre Improvisationskünstler, mögen keine geschäftlichen Verpflichtungen, wiederholen gerne gemachte Aussagen, sind witzige Zeitgenossen (lachen gerne und viel!), reden ausschliesslich Schweizerdeutsch
- Die Zürcher: Profilierungssüchtig, sind permanent gestresst (rennen mehr oder weniger den ganzen Tag von A nach B), sind am Morgen gerne die Ersten im Büro, wirken sehr schnell arrogant (einige - aber nicht alle - sind es auch!), haben eine unglaubliche Vorliebe für Anglizismen, belächeln gerne Aargauer, Basler und Berner, lieben die Führung bei Gesprächen und Projekten, kleiden sich gerne modisch (Hochwasserhosen, farbige Socken, etc.) und teuer (ausschliesslich Labels), haben nach eigener Meinung den grössten Freundeskreis (ist natürlich gelogen!), fühlen sich in der Küche schnell überfordert bzw. verloren (gehen lieber auswärts essen)
Donnerstag, 8. August 2013
Nationale Eigenarten
Seit etwas mehr als sechs Monaten bin ich nun bei meinem neuen Arbeitgeber tätig und ich stelle fest, dass sich der grosse Schritt gelohnt hat. Meine drei Säulen der arbeitstechnischen Glückseeligkeit - bestehend aus Arbeit/Entwicklungsmöglichkeiten, Team/Stakeholder und Entlöhnung/Benefits - stimmen.
Meine Arbeit ist interessant und vielfältig, die neuen Abläufe sitzen, die notwendigen Prozesse machen Sinn und die internen Karrieremöglichkeiten sind vorhanden. Das Team ist ein erfahrener, professioneller und spassiger Haufen aus allen Herrenländer. Die Entlöhnung ist fair und die Lohnnebenleistungen sind so umfangreich, dass ich diese gar nicht voll ausschöpfen kann.
Nach den ersten sechs Monaten fällt mir (und meinen CH-Arbeitskollegen; haben wir heute Mittag diskutiert) die eine oder andere internationale Eigenart auf, die ich hier gerne festhalten möchte (um es in einem halben Jahr zu überprüfen):
Ist echt eine witzige Truppe hier...
Meine Arbeit ist interessant und vielfältig, die neuen Abläufe sitzen, die notwendigen Prozesse machen Sinn und die internen Karrieremöglichkeiten sind vorhanden. Das Team ist ein erfahrener, professioneller und spassiger Haufen aus allen Herrenländer. Die Entlöhnung ist fair und die Lohnnebenleistungen sind so umfangreich, dass ich diese gar nicht voll ausschöpfen kann.
Nach den ersten sechs Monaten fällt mir (und meinen CH-Arbeitskollegen; haben wir heute Mittag diskutiert) die eine oder andere internationale Eigenart auf, die ich hier gerne festhalten möchte (um es in einem halben Jahr zu überprüfen):
- Die Deutschen: Immer 10 Dezibel lauter als der Rest des Teams (egal ob in Meetings, beim Telefonieren oder in Pausen), fallen einem gerne ins Wort (ohne Aufforderung), extrem sparsam bei persönlichen Ausgaben (ich zahle für ein Bier doch nicht CHF 5.00, ein Mittagsteller in der Kantine für CHF 11.80 ist ja Wucher, etc.), sozial eher auf der Ersatzbank (hängen eigentlich nur mit Landsleuten rum), mit schwarzem Humor ausgestattet (muss man bei dem ganzen Elend zu Hause wohl), kreative Denker (egal ob bei Problemlösungen oder der Ausgestaltung von Kampagnen)
- Die Österreicher: Witzig und immer für einen Spass zu haben (können sogar über Österreicher-Witze lachen, gibt 10 Bonuspunkte!), reden mit Abstand am schnellsten (überbrücken so die Zeit, die sie zum denken brauchen), nehmen gerne an Social-Events teil (eigentlich immer), trinkfest, gehen spät ins Bett (sind morgens i.d.R. immer die Letzten im Büro)
- Die Polen: Sprachgenies (reden sogar fliessend unsere Muttersprachen), sehr fleissig (haben die meiste Präsenzzeiten), bringen neue Ideen ein (auch auf Stufe Management), reiselustig (tingeln gerne alleine in der ganzen Welt rum), telefonieren für ihr Leben gern (egal wer an der Strippe ist)
- Die Israeli: Fast so laut wie die Deutschen (insbesondere am Telefon), lassen sich kaum aus der Ruhe bringen (kein Bombenalarm oder Kindergeschrei = Friede auf Erden), IT-Spezialisten (kennen für jedes Problem eine Lösung), sehr offen und direkt (die interne „Per Du Kultur“ wird auch ggü. externen Personen gelebt), haben in der Kantine immer die vollsten Teller (essen aber nie alles auf)
- Die Italiener: Sind mit den Engländern am besten gekleidet (Mode-Junkies!), frieren auch bei 28 Grad im Büro (stellen dann sogar heimlich die Klimaanlagen aus oder öffnen die Fenster), haben immer Essen aus der Heimat dabei (Dolci), trinken mit Abstand am meisten Kaffee, gehen am längsten in die Mittagspause (Siesta)
- Die Engländer: Sehr gut gekleidet (very British), bereiten sich auf alles extrem gut vor (haben an Meetings die dicksten Ordner vor sich), können Gesprächen nicht immer folgen (Tagträumer), haben ein Auge für das Detail (erkennen sogar kleinste Abweichungen), lieben die Arbeit am Bildschirm (schreiben lieber zehn Mails als ein Telefongespräch zu führen), lassen sich alles schriftlich bestätigen (Controll-Freaks)
- Die Russen: Wie die Polen echte Sprachgenies mit brutalem Akzent (Russland = hart), meistens dreckige Schuhe (die Frauen aber die höchsten Absätze), extravaganter Business Dress (Color is everything), immer hilfsbereit (sind sich sogar für Scheissjobs nicht zu schade), hohe Affinität zu Merchandise-Artikeln (Geschenke für Familie), sportsüchtig (nutzen auch in der Mittagshitze das vielfältige Sportangebot)
- Die Asiaten: Haben eigentlich immer eine monotone Stimm- und Gefühlslage (ein Unterschied lässt sich kaum erkennen), lassen einem immer den Vortritt (sind körperlich auch allen unterlegen), extrem pünktlich (sitzen oft 30 Minuten vorher bereits im Sitzungsraum), trinken Getränke in ganz kleinen Schlucken (das nervt total!), bezahlen nie die Zeche (Zurückhaltung ist nicht nur positiv), melden sich in Diskussionen selten von alleine (sind geborene Beobachter), haben ein extrem breites und tiefes Fachwissen (Lexikon auf zwei Beinen)
Ist echt eine witzige Truppe hier...
Freitag, 14. Juni 2013
Liebesgrüsse aus Courtelary
Heute angekommen: Geschätzte Drölfhundertachtundvierzigmillionen Kalorien in Form von Schokolade, Praliné und ein paar Haselnüssen. Braucht das jemand oder kann das weg?
Freitag, 17. Mai 2013
Persönliche Bilanz nach 100 Tagen
So,... es ist soweit: Ich bin hier seit 100 Tagen im Amt und versuche mal eine persönliche Bilanz zu ziehen.
Fakt ist, dass der Wechsel von einem klassischen KMU (< 100 MA) in einen international tätigen Grosskonzern (+/- 50'000 MA) gar nicht so einfach ist. Oder anders gesagt: Eigene Ängste werden bestätigt und man kommt auf die Welt. Alles, aber wirklich alles, funktioniert anders. Und das leider nicht effizienter oder einfacher. Im Gegenteil, es ist mindestens 1000x komplexer und komplizierter. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen... obwohl der eigene Verstand bei zahlreichen Sachverhalten rebelliert, weil viele Prozesse und Entscheidungen unstrukturiert, überflüssig und zu kompliziert erscheinen. Das wird noch ein langer Weg...
Schön ist aber, dass ich in meiner neuen Funktion langsam aber sicher in die Organisation, Projekte und IT-Systeme (alleine das Reporting ist eine Welt für sich) reinsehe. Das macht Spass und gibt Sicherheit! Nicht alles ist gut oder erscheint sinnvoll, aber das Meiste hat seine Richtigkeit bzw. Berechtigung. Vieles würde bestimmt auch einfacher funktionieren, wird aber von zahlreichen externen Einflussfaktoren reguliert. Hier muss ich noch eine Menge lernen. Und wahrscheinlich schlucken!
Die Aufgaben sind komplex, vielfältig und spannend, das Team ist konstruktiv, offen und hilfsbereit, die Stakeholder etwas,... mmh,... vielleicht zu kompliziert und detailverliebt. Ich weiss es (noch) nicht, liegt vielleicht in der Natur der Sache... oder dem Charakter der Menschen. Aus meiner Sicht fehlt Ihnen zu oft der Blick für das "Big picture". Einige sind in ihren Strukturen festgefahren, weichen kaum ab, sind zu unkreativ. Zu viele Aufgaben und Entscheidungen werden unnötig hin und her geschoben. Aber es wird,... es muss!
In den kommenden Tagen und Wochen stehen noch ein paar wichtige Kurse und Trainings auf dem Programm, welche erfolgreich (inkl. Prüfungen!) zu absolvieren sind. Ziel sind drei Zertifikate, welche ich im Rahmen meiner Funktion benötige. Bin gespannt und freue mich auf ein paar Tage Ausbildung.
Gleichzeitig habe ich mich im Rahmen der persönlichen Zielvereinbarung bereits für eine Funktion in der höheren Managementstufe committed. Das HR wird nun, in Zusammenarbeit mit dem Resortleiter, einen individuellen Masterplan erstellen und mich begleiten. Genau das wollte ich!
Und welche Bilanz ziehe ich nach 100 Tagen? Aller Anfang ist schwer... und doch war es der richtige (und ein wichtiger) Schritt! Der Druck ist enorm, die Herausforderungen gross, die Anforderungen hoch und der Spassfaktor noch etwas eingeschränkt. Ich schaue mit grossen Erwartungen in die berufliche Zukunft und bin gespannt, wo ich in ein, zwei Jahren stehe. Ich habe hier eine echte Chance, mit persönlich und fachlich weiterzuentwicklen. Das wollte ich. Und wenn ich meinen kritischen Blick auf bestehende Prozesse nicht ganz verliere, bin und werde ich hier wirklich glücklich.
Fakt ist, dass der Wechsel von einem klassischen KMU (< 100 MA) in einen international tätigen Grosskonzern (+/- 50'000 MA) gar nicht so einfach ist. Oder anders gesagt: Eigene Ängste werden bestätigt und man kommt auf die Welt. Alles, aber wirklich alles, funktioniert anders. Und das leider nicht effizienter oder einfacher. Im Gegenteil, es ist mindestens 1000x komplexer und komplizierter. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen... obwohl der eigene Verstand bei zahlreichen Sachverhalten rebelliert, weil viele Prozesse und Entscheidungen unstrukturiert, überflüssig und zu kompliziert erscheinen. Das wird noch ein langer Weg...
Schön ist aber, dass ich in meiner neuen Funktion langsam aber sicher in die Organisation, Projekte und IT-Systeme (alleine das Reporting ist eine Welt für sich) reinsehe. Das macht Spass und gibt Sicherheit! Nicht alles ist gut oder erscheint sinnvoll, aber das Meiste hat seine Richtigkeit bzw. Berechtigung. Vieles würde bestimmt auch einfacher funktionieren, wird aber von zahlreichen externen Einflussfaktoren reguliert. Hier muss ich noch eine Menge lernen. Und wahrscheinlich schlucken!
Die Aufgaben sind komplex, vielfältig und spannend, das Team ist konstruktiv, offen und hilfsbereit, die Stakeholder etwas,... mmh,... vielleicht zu kompliziert und detailverliebt. Ich weiss es (noch) nicht, liegt vielleicht in der Natur der Sache... oder dem Charakter der Menschen. Aus meiner Sicht fehlt Ihnen zu oft der Blick für das "Big picture". Einige sind in ihren Strukturen festgefahren, weichen kaum ab, sind zu unkreativ. Zu viele Aufgaben und Entscheidungen werden unnötig hin und her geschoben. Aber es wird,... es muss!
In den kommenden Tagen und Wochen stehen noch ein paar wichtige Kurse und Trainings auf dem Programm, welche erfolgreich (inkl. Prüfungen!) zu absolvieren sind. Ziel sind drei Zertifikate, welche ich im Rahmen meiner Funktion benötige. Bin gespannt und freue mich auf ein paar Tage Ausbildung.
Gleichzeitig habe ich mich im Rahmen der persönlichen Zielvereinbarung bereits für eine Funktion in der höheren Managementstufe committed. Das HR wird nun, in Zusammenarbeit mit dem Resortleiter, einen individuellen Masterplan erstellen und mich begleiten. Genau das wollte ich!
Und welche Bilanz ziehe ich nach 100 Tagen? Aller Anfang ist schwer... und doch war es der richtige (und ein wichtiger) Schritt! Der Druck ist enorm, die Herausforderungen gross, die Anforderungen hoch und der Spassfaktor noch etwas eingeschränkt. Ich schaue mit grossen Erwartungen in die berufliche Zukunft und bin gespannt, wo ich in ein, zwei Jahren stehe. Ich habe hier eine echte Chance, mit persönlich und fachlich weiterzuentwicklen. Das wollte ich. Und wenn ich meinen kritischen Blick auf bestehende Prozesse nicht ganz verliere, bin und werde ich hier wirklich glücklich.
Donnerstag, 11. April 2013
Frauen unter sich
Es ist erstaunlich, wie schnell Frauen männliches Imponiergehabe kopieren, mit weiblicher Raffinesse weiterentwickeln und zu verbalen Tiefschlägen ausholen, die nur ein Ziel haben: Konfrontation statt Konsens. Oder die totale Vernichtung.
Als Mann sitzt man schweigend da,…. hört (und schaut!) aufmerksam zu… und amüsiert sich köstlich. Was die sich hier um die Ohren hauen, ist erstklassig,… aber sie sollten mal die nonverbale Kommunikation sehen. Kino,… ganz grosses Kino.
Ich hole jetzt einen Nespresso und bestelle den Leichenwagen!
- live aus einem Meeting
Als Mann sitzt man schweigend da,…. hört (und schaut!) aufmerksam zu… und amüsiert sich köstlich. Was die sich hier um die Ohren hauen, ist erstklassig,… aber sie sollten mal die nonverbale Kommunikation sehen. Kino,… ganz grosses Kino.
Ich hole jetzt einen Nespresso und bestelle den Leichenwagen!
- live aus einem Meeting
Dienstag, 9. April 2013
Mittwoch, 13. März 2013
WTF!
Ich muss zugeben, dass mich die Abkürzung "WTF!" in seiner E-Mail verwirrte.
"Seiner" ist im vorliegenden Fall ein Ende 50ziger mit weissen Haaren,... einer, der in der Funktion des Head of Marketing das letzte und mächtigste Wort hat,... einer, auf dessen Visitenkarte der Titel Management Director steht,... einer, der in seinem Vorzimmer einen Pitbull im teuren Deux-pièce sitzen hat,... einer, der ein Büro hat, das locker auch als Ballsaal durchgehen würde,... einer, der immer einem fixen Parkplatz in der Einstellhalle hat,... einer, der mein persönliches Karriereziel längst erreicht hat.
Und ausgerechnet er antwortet mir nach Zustellung eines ausgearbeiteten Mediaplans kurz und knapp mit "WTF!". Mehr nicht.
Auf dem Weg zur Kaffeemaschine habe ich ihn vorhin abgefangen und zur Rede gestellt.
"Well, that's fantastic!,... oder wolltest Du mir ein Konzept zustellen, dass unsere Ziele nicht erfüllt?" war seine Antwort.
WTF!
"Seiner" ist im vorliegenden Fall ein Ende 50ziger mit weissen Haaren,... einer, der in der Funktion des Head of Marketing das letzte und mächtigste Wort hat,... einer, auf dessen Visitenkarte der Titel Management Director steht,... einer, der in seinem Vorzimmer einen Pitbull im teuren Deux-pièce sitzen hat,... einer, der ein Büro hat, das locker auch als Ballsaal durchgehen würde,... einer, der immer einem fixen Parkplatz in der Einstellhalle hat,... einer, der mein persönliches Karriereziel längst erreicht hat.
Und ausgerechnet er antwortet mir nach Zustellung eines ausgearbeiteten Mediaplans kurz und knapp mit "WTF!". Mehr nicht.
Auf dem Weg zur Kaffeemaschine habe ich ihn vorhin abgefangen und zur Rede gestellt.
"Well, that's fantastic!,... oder wolltest Du mir ein Konzept zustellen, dass unsere Ziele nicht erfüllt?" war seine Antwort.
WTF!
Sonntag, 10. Februar 2013
Alles neu...
Seit einer Woche bin ich nun wieder erwerbstätig und ich komme mir vor wie ein kleiner Schuljunge, der am Abend hundemüde ist und einen riesen Kopf hat. Alles ist neu: Der Arbeitsweg, das Umfeld, die Kollegen, Prozesse, Systeme, Agenturen, Abläufe, Umgangsformen, etc. Das ist nach über 12 Jahren eine total neue Erfahrung,... beinahe wie ein Kaltstart.
Nachfolgend die Erkenntnisse aus meiner ersten Arbeitswoche:
Nachfolgend die Erkenntnisse aus meiner ersten Arbeitswoche:
- Arbeitsweg: Früher bin ich nur mit dem Auto zur Arbeit, Agenturen oder Kunden gefahren,... in der Regel 30 Minuten, selten länger als eine Stunde. Heute setze ich konsequent auf die öffentlichen Verkehrsmittel, da der motorisierte Verkehr in und rund um Zürich einem Gruselkabinett gleichkommt. Leider musste ich bereits in der ersten Woche feststellen, dass der ÖV nicht wirklich entspannter ist: Unpünktlich bzw. unzuverlässig (wegen ein bisschen Schnee,... HALLO?), überfüllt (in den Rush-hours), eher dreckig und einige Mitreisenden sind wahre Alleinunterhalter,... insbesondere die Jugendlichen. Als Morgenmuffel tragen diese Umstände nicht für einen entspannten Start in den Tag bei. Und ja, die Reisezeit hat sich beinahe verdoppelt,... im worst case sogar verdreifacht!
- Arbeitgeber: Früher durfte ich in der Kreisliga spielen, jetzt bewege ich mich ich der Champions League. Die Möglichkeiten sind um ein Vielfaches gewachsen, die Projekte dreihundert Schuhnummern grösser und die Anforderungen massiv höher. Alles in allem eine spannende Herausforderung.
- Team: Jung, dynamisch, motiviert und international: Schweiz (BE, SG, SO, ZH), Deutschland (Berlin, München), Polen und Österreich. Die Vornamen kann ich bereits zuordnen, die Nachnamen sind mir noch ein Rätsel (von den anderen 250 Kollegen im Gebäude will ich gar nicht reden).
- Aufbau- und Ablauforganisation: Durch das komplexere Marktumfeld und die Projektgrössen ist auch die Aufbau- und Ablauforganisation komplexer. Für mich eine komplett neue Erfahrung, da ich mich bisher innerhalb eines KMU bewegt habe und nun in einem internationalen Konzern arbeite. Manche Dinge verwirren mich noch bzw. übersteigen meinen Verstand, aber scheinbar muss das so funktionieren.
- IT: Ich werde nie verstehen, weshalb man einen Arbeitsplatz nicht funktionsfähig zur Verfügung stellen kann und man sich um rudimentäre Dinge wie Druckermapping, Laufwerkzugriffe, Zugangsdaten, etc. selber kümmern muss. Egal, ich bin angekommen und die wichtigsten Dinge haben Freitag Abend alle funktioniert.
- Projekte: Die Roadmap für das laufende Kalenderjahr sieht vielversprechend aus: Diverse Aktivierungs- und Akquisitionskampagnen mit vielfältigen ATL/BTL-Massnahmen, Showcases mit internationalen Künstlern, VIP-Events, neue Partnerschaften, etc. Nach einer Woche darf ich mich bereits um drei Teilprojekte kümmern und mein Kalender ist rappelvoll mit Terminen bei internen und externen Stakeholdern (und ich kann/darf diese nicht mit meinen iPhone synchronisieren!!!)
- Onboarding: Gemäss Einführungsplan dauert das Onboarding noch drei Wochen und beinhaltet diverse Schulungen und E-Learnings mit anschliessenden Tests. 9 von 10 habe ich bereits absolviert und erfolgreich abgeschlossen. Nächste Woche geht es weiter und danach bin ich offiziell für alle beruflichen Schandtaten zertifiziert (inkl. Cross-border activities).
Freitag, 13. Januar 2012
Donnerstag, 12. Januar 2012
Emotionen
Dieses Dankeschön versüsst mir den Tag!!! Ein Wochenende für zwei in der Junior Suite der Villa Sassa inkl. Dinner bei Kerzenlicht und dem Package Silentium im Wellness Club für das körperliche Wohlbefinden.

Randnotiz: Habe ich schon erwähnt, dass ich einen der härtesten Jobs der Welt habe? Alleine der heutige Business Lunch war Schwerstarbeit. Ich fühle mich wie eine französische Stopfgans kurz vor der Schlachtung und binvoll wie eine Haubitzeleicht angetrunken. Aber ich gebe Ihnen gerne folgenden Tipp: Sollten Sie auf einer gepflegten Weinkarte einen Arachon T.FX.T vom österreichischen Weingut Tement finden, greifen Sie zu! Dieses Cuvée aus Blaufränkisch, Merlot, Cabernet Sauvignon und Zweigelt macht wirklich eine Menge Spass!

Randnotiz: Habe ich schon erwähnt, dass ich einen der härtesten Jobs der Welt habe? Alleine der heutige Business Lunch war Schwerstarbeit. Ich fühle mich wie eine französische Stopfgans kurz vor der Schlachtung und bin
Montag, 11. Juli 2011
Sprichwort hin oder her
"In der Ruhe liegt die Kraft",... manchmal aber auch in einem ordentlichen Punch!
Diesem verfluchten Projektleiter wird MiH nächste Woche den Schädel einschlagen.
Montag, 10. Januar 2011
Für den Kompost
oder Haltbar bis Ende Jahr.
Herrlich, wenn man nach 20 Tagen Urlaub wieder am Arbeitsplatz sitzt und von Weihnachtskeksen und Panettone umgeben ist. Da kommen direkt wieder Weihnachtsgefühle auf, gerade jetzt, wo sich Herr und Frau Schweizer schon auf den Frühling freuen. Es ist zum verrückt werden,... so, und nun wird der Kompostkübel gefüllt oder will jemand Süssigkeiten aus dem alten Jahr?
Herrlich, wenn man nach 20 Tagen Urlaub wieder am Arbeitsplatz sitzt und von Weihnachtskeksen und Panettone umgeben ist. Da kommen direkt wieder Weihnachtsgefühle auf, gerade jetzt, wo sich Herr und Frau Schweizer schon auf den Frühling freuen. Es ist zum verrückt werden,... so, und nun wird der Kompostkübel gefüllt oder will jemand Süssigkeiten aus dem alten Jahr?
Donnerstag, 9. September 2010
Hard work
Ahh,...was ist die Arbeit auch anstrengend. Da kommt so ein lauschiges Plätzchen auf Deck genau richtig. Aber erst noch bei der nächsten Bar vorbeischauen, denn so ganz ohne Alkohol hält man sowas ja auch kaum aus. Und die Cateringdame darf sich mit einer Tube Sonnencrème anschleichen, knallt ganz schön hier oben...!
Mittwoch, 8. September 2010
Verbesserungsvorschlag
Aha, ein kleiner Snack ist auch vorgesehen. Das ist toll! Aber wieso der Rotwein noch ungeöffnet in der Flasche schlummert, versteht MiH jetzt nicht. Es ist doch schon nach 10.00 Uhr! Die Catering-Crew macht hier vieles richtig, aber eben nicht alles. Für MiH Grund genug, sich jetzt beliebt zu machen...
Mittwoch, 10. März 2010
Stehlunch
Aha, die haben noch mehr geplant! Aber an der Getränkekarte muss noch gearbeitet werden, das geht nicht! Wo muss man sich hier anstellen?! Und nein, gearbeitet wird nicht. Das nennt sich Networking. MiH findet Networking toll, einfach richtig toll!
Häppchen und Hostessen
MiH live von der "NetApp Innovation 2010" im TRAFO Baden: Nette location, süffige Drinks, unverschämt leckere Häppchen und gelangweilte, aber äusserst attraktive Hostessen! Die stehen auf lockere Gespräche, persönliche Fragen, Witz, Humor und Komplimente. Doch leider täuscht die Fassade; sie sind alle etwas,...wie soll man sagen,...etwas,...na ja,...halt ein wenig,...eben nur für einen kurzen Moment des Zeitvertreibs. Eine nette Pausenbeschäftigung zwischen den Sessions. Ach ja, die haben es in sich: In der IT ist heute alles Cloud, Virtual oder Real Native Unified. WTF auch immer, jetzt kommen die eingebackenen Tiger Prawns und Lachsbrötchen...mmh, MiH liebt einfachen finger food...!
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