Sonntag, 10. Februar 2013

Alles neu...

Seit einer Woche bin ich nun wieder erwerbstätig und ich komme mir vor wie ein kleiner Schuljunge, der am Abend hundemüde ist und einen riesen Kopf hat. Alles ist neu: Der Arbeitsweg, das Umfeld, die Kollegen, Prozesse, Systeme, Agenturen, Abläufe, Umgangsformen, etc. Das ist nach über 12 Jahren eine total neue Erfahrung,... beinahe wie ein Kaltstart.

Nachfolgend die Erkenntnisse aus meiner ersten Arbeitswoche:
  • Arbeitsweg: Früher bin ich nur mit dem Auto zur Arbeit, Agenturen oder Kunden gefahren,... in der Regel 30 Minuten, selten länger als eine Stunde. Heute setze ich konsequent auf die öffentlichen Verkehrsmittel, da der motorisierte Verkehr in und rund um Zürich einem Gruselkabinett gleichkommt. Leider musste ich bereits in der ersten Woche feststellen, dass der ÖV nicht wirklich entspannter ist: Unpünktlich bzw. unzuverlässig (wegen ein bisschen Schnee,... HALLO?), überfüllt (in den Rush-hours), eher dreckig und einige Mitreisenden sind wahre Alleinunterhalter,... insbesondere die Jugendlichen. Als Morgenmuffel tragen diese Umstände nicht für einen entspannten Start in den Tag bei. Und ja, die Reisezeit hat sich beinahe verdoppelt,... im worst case sogar verdreifacht!
  • Arbeitgeber: Früher durfte ich in der Kreisliga spielen, jetzt bewege ich mich ich der Champions League. Die Möglichkeiten sind um ein Vielfaches gewachsen, die Projekte dreihundert Schuhnummern grösser und die Anforderungen massiv höher. Alles in allem eine spannende Herausforderung.
  • Team: Jung, dynamisch, motiviert und international: Schweiz (BE, SG, SO, ZH), Deutschland (Berlin, München), Polen und Österreich. Die Vornamen kann ich bereits zuordnen, die Nachnamen sind mir noch ein Rätsel (von den anderen 250 Kollegen im Gebäude will ich gar nicht reden).
  • Aufbau- und Ablauforganisation: Durch das komplexere Marktumfeld und die Projektgrössen ist auch die Aufbau- und Ablauforganisation komplexer. Für mich eine komplett neue Erfahrung, da ich mich bisher innerhalb eines KMU bewegt habe und nun in einem internationalen Konzern arbeite. Manche Dinge verwirren mich noch bzw. übersteigen meinen Verstand, aber scheinbar muss das so funktionieren.
  • IT: Ich werde nie verstehen, weshalb man einen Arbeitsplatz nicht funktionsfähig zur Verfügung stellen kann und man sich um rudimentäre Dinge wie Druckermapping, Laufwerkzugriffe, Zugangsdaten, etc. selber kümmern muss. Egal, ich bin angekommen und die wichtigsten Dinge haben Freitag Abend alle funktioniert.
  • Projekte: Die Roadmap für das laufende Kalenderjahr sieht vielversprechend aus: Diverse Aktivierungs- und Akquisitionskampagnen mit vielfältigen ATL/BTL-Massnahmen, Showcases mit internationalen Künstlern, VIP-Events, neue Partnerschaften, etc. Nach einer Woche darf ich mich bereits um drei Teilprojekte kümmern und mein Kalender ist rappelvoll mit Terminen bei internen und externen Stakeholdern (und ich kann/darf diese nicht mit meinen iPhone synchronisieren!!!)
  • Onboarding: Gemäss Einführungsplan dauert das Onboarding noch drei Wochen und beinhaltet diverse Schulungen und E-Learnings mit anschliessenden Tests. 9 von 10 habe ich bereits absolviert und erfolgreich abgeschlossen. Nächste Woche geht es weiter und danach bin ich offiziell für alle beruflichen Schandtaten zertifiziert (inkl. Cross-border activities).
 Der Montag steht vor der Tür und ich freue mich auf die zweite Arbeitswoche!

Kommentare:

  1. Rock'n roll und alle Gute, Herr MiH!

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  2. Hey Man. Schön mal wieder was zu lesen. Sie wissen doch... im Leben lernt man nie aus. Wünsche auch noch weiterhin eine gute Aufnahmefähigkeit. Gruß kunstecht

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    1. Vielen Dank, ich bin immer ganz Ohr und sauge alle Informationen auf! Kommt gut.

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  3. Ach, Herr MiH, Sie packen das bestimmt alles bestens! Ich hab jetzt schon irgendwie ein komisches Bauchgefühl wenn ich an Sept. 2013 denke... Da geht's für mich wieder los nach 3 Jahren Zwillingskarenz. Ich freu mich schon arg drauf, aber dann kommen so Gedanken wie 'Kann ich eh noch alles?! Sind wir bis spätestens halb8 im Kindergarten?! ......'
    Alles Liebe und viel Spaß am neuen Job!

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    1. Jup, ich gebe mir Mühe! Auch Ihnen viel Erfolg, sowohl privat wie auch beruflich! Halb 8 ist zu schaffen, oder?!

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    2. Halb8 ist zu schaffen, klar... Eh a christliche Zeit, aber Sie wissen ja- wir Ösis sind a weng langsam ;)

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  4. Klingt doch interessant. Viel glück dort und sind sie nett zu den Österreichern ;)

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    1. Frau Strapse, wir wollen hoffen dass unsere Landsleute ordentlich mit Herrn MiH umgehen, der Herr MiH ist ok! Fragen Sie Frau Re.

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    2. Joah,... freilich! Die Össis sind ganz okay,... aber etwas laaaaaaaaangsam ;-)

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    3. langsam.... Junge ich hol die peitsche nalaus den schrank ..

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  5. Klingt nach einer guten Herausforderung. Viel Erfolg. :)

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  6. Sie werden das Kind schon schaukeln... Alles Gute und viel Erfolg!

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  7. Klingt seeeehr interessant! Ich tendiere fast dazu mehr Spaß als Erfolg zu wünschen, den halt eich langfristig nämlich für nützlicher.

    Was den IT-Punkt betrifft: bei uns auch so. Es ist unerklärlich.

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