Dienstag, 7. August 2012

Yerushalayim,...

... oder für die Israelis der "Ort des Friedens", für die Araber "die Heilige", für mich "der pure Wahnsinn"! Nirgendwo kann man die drei monotheistischen Weltreligionen (Christentum, Islam und Judentum) so nah wie in Jerusalem erleben. Viele Sehenswürdigkeiten (Klagemauer, Via Dolorosa, Felsendom und Al-Aqsa-Moschee, etc.) liegen dicht beeinander in der ummauerten Altstadt.





Jerusalem ist nicht immer entspannt (die Ultraorthodoxen und Araber sind zeitweise etwas eigenwillige Gesellen), aber absolut spannend und sehenswert. Durch eines der sieben mächtigen Stadttore gelangt man schnell in ein Gassengewirr mit tausenden Marktständen und Cafés. Dank kleinen Strassenschildern findet man sich gut zurecht und erreicht alle Sehenswürdigkeiten ohne grossen Aufwand. Insider-Tipps: Nehmen Sie sich für den Streifzug durch die Altstadt viel Zeit, beachten Sie religiöse und kulturelle Gepflogenheiten (insbesondere bei der Klagemauer und dem Felsendom), packen Sie Pass, Kopfbedeckung und lange Hosen ein und (er)tragen Sie einige Umgangsformen sowie Sicherheitskontrollen mit Fassung. A) ist man als "Ungläubiger" schnell ein Mensch der 2. Klasse und B) dient vieles der eigenen Sicherheit.

Kommentare:

  1. Das sieht aber alles sehr cool aus und ich hätte gerade große Lust meinen Koffer zu packen. Meinst Du Israel ist auch was mit kleinen Kindern?

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    1. Ich denke ja, Israel ist ein sehr sicheres Land. Aber das Tote Meer und die Wüste eignen sich nicht für einen Badeurlaub, wenn schon Haifa oder Tel Aviv.

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    2. Sicher? Ok, mit der Antwort hätte ich jetzt nicht gerechnet. Dachte eher, da fliegen einem mitunter Bomben um die Ohren.

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    3. Aha....jetzt sehe ich erst den Comment weiter unten und meine Frage ist somit beantwortet. Interessant!

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  2. Also ich muss sagen, es sieht interessant aus, aber ich bin mir nicht sicher, ob Israel wirklich für mich als Urlaubsland in Frage kommen würde.

    Und ich kann Ihnen nicht einmal sagen, warum...

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    1. Israel IST definitiv eine Reise wert,... eine meiner besten Reisen überhaupt (und ich durfte - ohne überheblich wirken zu wollen - schon viele Länder sehen).

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  3. Ich muss jetzt mal eine Frage stellen für die Du mich auch gerne als engstirnig o.ä. bezeichnen darfst, doch die Gelegenheit bietet sich an: für mich kam Israel als Reiseziel nie in Frage, obwohl ich die die Hintergründe so interessant finde, weil ich es als "Krisengebiet" im Kopf habe... wie "gefährlich" ist es denn dort im Urlaubsalltag? Mal abgesehen von der Tatsache, dass natürlich überall auf der Welt jederzeit eine Bombe hochgehen kann.

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    1. Ich danke für die Frage und erachte diese alles andere als engstirnig! Mir ging es ähnlich und ich habe mir die Frage gestellt, wie sicher Israel ist,... insbesondere deshalb, da ich den Nahen Osten nur aus den Medien kannte und dies nicht immer friedlich (seit ich auf der Welt bin, haben die ja immer wieder Auseinandersetzungen, mal weniger, mal mehr - aber immer). Und ich musste meiner Familie versprechen, dass ich mich nicht unnötig in Gefahr begebe.

      Zur Frage: Diese ist nicht generell zu beantworten, aber ich glaube Israel ist nicht gefährlicher oder ungefährlicher als andere Länder. Hier kann genauso Schlimmes passieren wie in Indonesien, Amerika oder Kenya. Sicher ist man nur, wenn man sich zu Hause in Watte bettet und keinen Fuss vor die Türe setzt. Es wird immer wieder davor gewarnt, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu reisen, da diese gerne Ziele von möglichen Anschlägen sind. Immer dort, wo sich Menschen in öffentlichen Räumen aufhalten. Abgeraten wird auch der Besuch von Sperrgebieten wie die Westbank oder der Gazastreifen. Weiter muss man sich bewusst sein, dass viele Gebiete arabisch sind und diese nicht zu den Freunden Israels gehören.

      Die Begegnungen im Alltag waren immer offen und freundlich, bis auf Jerusalem, wo der Einfluss und das Benehmen der orthodoxen Juden offensichtlich und zeitweise arrogant ist. Kann man verstehen, da dort die heiligsten Stätte des Judentum sind. Wer sich jedoch an die Regeln hält und die Sitten beachtet/respektiert, wird seine Freude haben. Der Norden von Israel ist sehr entspannt, dort leben Juden, Christen und Muslime friedlich neben und miteinander - nach dem Motto "Leben und leben lassen." Der Süden und insbesondere die Wüste ist eher menschenleer und von daher auch kein Thema (bis auf die militärischen Sperrgebiete, die man nicht betreten/befahren darf).

      Israel tut viel für die Sicherheit seiner Bürger und Besucher. In keinem anderen Land wurde ich bisher so scharf kontrolliert. Manchmal mühsam und unverständlich; dient jedoch alles der Sicherheit und von daher ein gutes Gefühl.

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