Donnerstag, 16. August 2012

"Mixed grill Fresspaket" aus Nächstenliebe

Heute gelesen:

Brite ernährt sich von überfahrenen Tieren


Es gibt so manche Menschen mit ungewöhnlichen Essgewohnheiten - zum Beispiel den Briten Jonathan McGowan. Seit 30 Jahren ernährt sich der 45-Jährige auch von überfahrenen Tieren. Er hält es für Verschwendung, die Kadaver auf der Strasse verwesen zu lassen.

Ratte, Dachs, Fuchs, Rehe, Kaninchen stehen unter anderem auf dem Speisezettel des 45-jährigen Tierpräparators aus der Grafschaft Dorset im Südwesten Englands. Anders als in Deutschland ist es in Grossbritannien erlaubt, tote Tiere vom Strassenrand mitzunehmen. "Roadkill" wird das genannt. "So viele Tiere liegen tot auf der Strasse und verwesen. Ich finde es schrecklich, dass manche Menschen auf der Welt verhungern und wir in der westlichen Welt überfahren ein Tier und lassen es liegen", sagte McGowan im dapd-Interview.

Am liebsten ist dem Briten Rattenfleisch: "Füchse sind köstlich. Mein absolutes Lieblingsfleisch ist allerdings Ratte - eine echte Delikatesse. Natürlich nicht die ekligen Kanalratten. Ich meine die Ratten in ländlichen Gegenden, die sich von Getreide und Waldfrüchten ernähren."

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Gedanken hierzu: Lecker! Ich stelle mir Jonathan vor,... abends, wenn er nach einem langen Arbeitstag nach Hause kommt,... freudestrahlend,... in der Hand eine leicht muffige Plastiktüte mit plattgewalzten Ratten und einem zerfetzten Fuchs. Die Kids werden mit einem lässigen "High-five" begrüsst (vielleicht ohne saubere Hände), die Frau bekommt eine Umarmung und einen zärtlichen Kuss. Jonathan macht einen bodenständigen Eindruck,... wirkt aber sehr aufgeschlossen und modern. Mag sein, dass er etwas strengeigenartig riecht (er hat ja den ganzen Tag mit toten Tieren und Formaldehyd zu tun),... mag sein, dass er ein Feinschmecker und guter Koch ist,... mag sein, dass wir alle keine Ahnung haben. Was wir jedoch wissen ist, dass sich Jonathan A) Gedanken um eine tiergerechte Haltung macht und B) mit den Resourcen unseres Planeten sehr haushälterisch umgeht.

Und das, meine Damen und Herren, FINDE ICH RICHTIG GUT! Ich finde es sogar so gut, dass ich ab heute auch Tierkadaver einsammeln werde; Verschwendung war gestern! Und da mir Nächstenliebe ausgesprochen wichtig ist, werde ich jeweils Ende Monat ein "Mixed grill Fresspaket" zusammenstellen und mittels Kurier versenden. Erster Empfänger wird Herr Ung Jo Mun, Minister für Beschaffung und Ernährung in Pjöngjang sein. Dort muss endlich was gehen, denn Kim Jong-un schaut sich ja lieber Dinge an, als sich um seine hungersleidende Genossen zu kümmern. Finde ich schade,... wirklich schade!

So... und jetzt habe ich richtig Bock auf ein leckeres Stück Fleisch,... schön abgehangen,... +/- 24 Tage,... dick geschnitten,... bei mittlerer Hitze kurz gebraten,... im Kern noch blutig! Und dazu ein Glas Ripasso della Valpolicella mit reifen, würzigen Noten!

Kommentare:

  1. Jetzt bin ich doch sehr positiv überrascht, der Blog wirkte in letzter Zeit statisch statt dynamisch, Reisen, Essen und Frauen kann ja jeder!

    Wobei es bei mir auch nicht wirklich Neues gibt, na ja, Glashaus-Steine ;-)

    Wenn ich unspektakulär bin, sollen wenigstens die Andern kreativ sein.

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  2. Danke, dafür war ich umso dynamischer, werte Vanilla und ich glaube - nebenbei bemerkt - nicht, dass jeder Reisen, Essen und Frauen kann. Glauben Sie mir, ich weiss es zu schätzen und halte meine Augenblicke hier für die Ewigkeit fest.

    Ihr Glashaus ist IHR Glashaus, ob spektakulär oder nicht. Who cares, it's your castle!

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  3. Ich hatte Besuch von einer Freundin und ihrem Mann. Südstaatler, leben irgendwo in South Carolina tief in den Mountains. Und er, Butch, hat mir ernsthaft angeboten, mir zu zeigen, wie man Road Kill zubereitet. Und das war kein Gag. Ist aber nicht mehr dazu gekommen, ich hab frische T-Bones vom Schlachter geholt, damit war er sehr zufrieden.
    Holy Moly, das war knapp...

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    1. Road Kill Gerichte klingen ja schon interessant, wären mir aber durch die vielen Keime zu heikel!

      Bisamratte in Afrika, ein paar Insekten in Thailand und Balut auf den Philippinen waren mit schon exotisch genug.

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