Dienstag, 23. September 2014

Es lebe die Jugend!

Als Zugreisender erlebt man ja allerhand, ganz egal, zu welcher Tages- und Nachtzeit.
Primitiv wird es jedoch dann, wenn man bereits vor 8 Uhr mit einer Schulklasse (+/- 15 Jährige) auf begrenztem Raum zusammengepfercht wird.
Respekt, Vokabular und ein Minimum an Körperhygiene scheint bei Jugendlichen keinen Stellenwert mehr zu haben.
Manchmal frage ich mich, wann und wo die allgemeinen Regeln des Zusammenlebens auf der Strecke geblieben sind!

Das Erlebnis lässt sich jedoch intensivieren.
Und zwar dann, wenn sich die Hälfte der Jugendlichen ein Produkt von McDonald’s reinschiebt, vorzugsweise die doppelstöckige Variante des Hamburgers.
Mit fettigen Pommes und gezuckerten Soft- oder Energydrinks!
Sie können sich kaum vorstellen, welche Geruchsemissionen sich da breit machen.
Vom Anblick der Jugendlichen ganz zu schweigen, denn die essen und kommunizieren ja multitask.
Und die Finger wischt man sich heute selbstverständlich an den gepolsterten Sitzbezügen ab, Servietten sind reine Deko bzw. sinnloses Füllmaterial der braunen Foodbags.

Es lebe die Jugend,… der Fast Food und der öffentliche Personennahverkehr!

Kommentare:

  1. Tempora mutata mutant mores.

    :)

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  2. Hey Man. Natürlich nervt so ein Benehmen. Aber Hand aufs Herz, ich glaube nicht dass ihre Clique damals im zarten Alter nicht genauso gegrölt hat wenn man zusammen was unternommen hat. Geben Sie`s zu: Serviette hätten Sie damals genauso wenig genommen und wenn es Red Bull damals schon gegeben hätte - Sie wären nicht abgeneigt gewesen. Mit 3 Kindern und 49jähriger Lebenserfahrung kann ich dazu sagen - Wir waren damals nicht anders. Mit manchem vielleicht nicht ganz so extrem. Aber so extrem dass die Erwachsenen damals gesagt haben: Respekt, Vokabular und ein Minimum an Körperhygiene scheint bei Jugendlichen keinen Stellenwert mehr zu haben.
    Manchmal frage ich mich, wann und wo die allgemeinen Regeln des Zusammenlebens auf der Strecke geblieben sind!..... Und das sagte auch die Generation davor und davor und davor....

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    1. Jugendliche an sich sind ja ganz in Ordnung, ich war ja auch kein Lamm, aber eine ganze Bande vor 08.00 Uhr morgens ist manchmal einfach zu viel des Guten. Insbesondere dann, wenn ein Big Mac als Frühstück hinhalten muss, davon wird mir einfach übel.

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  3. Wir haben damals doch auch bevorzugt bei McDonalds gegessen, los, gib es zu ;-) Und dann mit dem Ghettoblaster und lauter Musik durch die Innenstadt gezogen, auch mit Bier in der Hand und Public Enemy´s Fight the Power gegrölt. Wenn mir solche Deppen heute entgegenkommen schüttel ich auch schon das ein oder andere mal den Kopf, aber hey, so ist sie halt, die Jugend ;-)

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    1. Bevorzugt sicher nicht, eher alle Schaltjahre ein Mal, dass genügte dann wieder für ein paar Jahre. Laute Musik, dubiose Abhängereien oder allerlei Trink- und Festgelage hatten wir auch, aber immer im kleinen und versteckten Kreis, wir wollten unter uns sein und wären nie auf die Idee gekommen, dies früh morgens im Zug abzufeiern. Aber klar, die Zeiten ändern sich,... Menschen ja auch ;-)

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  4. Wir hatten als Schüler schlichtweg nicht das nötige Taschengeld, um uns einfach so ein Frühstück bei McDoof zu kaufen. Darum haben wir 1, 2 Jahre später dort gejobbt, weil da gabs dann eine gratis Mahlzeit inklusive. ;-)
    Und verlässlich kam um 7 Uhr Früh der eine Arbeiter, der einen Big Mäc zum Kaffee bestellte. Mann war mir übel, wenn ich zusah, wie er da reinbiss.

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