Donnerstag, 11. September 2014

Back to the roots

Es muss am zunehmenden Alter liegen, dass sich bei mir der Wunsch manifestiert, meine eigene Geburtsstätte aufzusuchen. Die eigenen Wurzeln des Ursprungs entdecken und erleben. Den Ort anschauen, den sich meine Eltern vor ca. 40 Jahren als 'vorübergehenden' Lebensmittelpunkt aussuchten.

Almeria und Roquetas de Mar, 1'500 km Luftlinie vom heutigen Wohnort entfernt.

Die Erinnerungen an die früheste Kindheit (1. - 6. Lebensjahr) sind, wenn überhaupt, nur verschwommen vorhanden. Beinahe so ausgebleicht, wie die meisten Bilder in den Fotoalben. Und genau das will ich ändern!



Ich möchte meinen Geburtsort sehen, hören, riechen und schmecken.
Vor Ort entspannt zurücklehnen, durchatmen und geniessen.
Nochmals Kind sein, den Entdeckungsdrang wecken.
Wie damals, Ende der Siebziger.



Mit Andalusien assoziiere ich heute brennende Sonne, friedliche Olivenhaine, tosendes Meer, weisse Häuser, frischen Fisch und Paella, opulenten Luxus in Marbella und einfaches Leben auf dem Land, traditionelle Stierkämpfe und Flamenco mit enormer Ausdruckskraft, schwermütigen Texten und herrlichen Gitarrenriffs.


Das möchte ich sehen, hören, riechen und schmecken.
Irgendwo, inmitten zahlreicher Olivenbäume stehen und dem Wind lauschen.
In der Wüste den Sand durch die Finger rieseln lassen.
Im Cabrio an kilometerweiten Obst- und Gemüseplantagen vorbeifahren.

Auf der Maurenfestung Alcazaba stehen und den Blick in die Ferne richten.
Durch enge, verwinkelte Gassen flanieren und vor antiken Gemäuern stehen bleiben.
Im Golfo de Almería abtauchen und für einen Moment schwerelos sein.
Meine Frau an der wildromantischen Felsenküste am Cabo de Gata küssen.
Eine Nacht im Playasol SPA Hotel absteigen und die Zeit zurückspulen.



Die Region Andalusien reizt mich auch kulinarisch, obwohl die traditionelle Küche eher einfach ist, was aber nicht gegen die Qualität spricht.


Das möchte ich sehen, hören, riechen und schmecken.
Den Tag mit einem tiefschwarzen Kaffee und einem süssen Gebäckstück beginnen.
Gegen Mittag, in einer lauschigen Tapas-Bar, das erste Bier mit ein paar Häppchen (Chorizo, Jamón, Manchego, Gambas al ajillo, Pimientos, Tortilla) bestellen.
Spät abends in einem typisch andalusischen Restaurant einkehren, regionale Spezialitäten schlemmen und süffigen Rotwein trinken.
Den Tag auf einer Plaça ausklingen lassen, mit Flamenco-Darbietungen und einem dunklen Pedro Ximénez im Glas.
Glücklich und voller neuer Eindrücke einschlafen, im Hintergrund das Meeresrauschen.



April, mein Geburtsmonat, wäre eine ideale Reisezeit. Angenehme Temperaturen, kaum Niederschlag und bereits mit zahlreichen Festen im Kalender. Zum Beispiel die Semana Santa mit grossartigen Prozessionen oder die Feria de Abril, das grösste Volksfest Andalusiens.


Ich werde mich darum kümmern...!
















Kommentare:

  1. Oh, das ist ein tolles Vorhaben :)

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    1. Danke, ich glaube eine der besten Ideen dieses Sommers! Bin gespannt, obwohl sich gemäss meiner Mutter sehr vieles verändert hat, leider nicht nur positiv (Bauboom, Industrialisierung, Energiegewinnung mit Solarpanels, Massentourismus, Verschmutzung, etc.). Ich bin gespannt...!

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  2. Hört sich toll an, solltet ihr auf alle Fälle in Angriff nehmen!

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    1. Ich denke auch, dass es nach fast 32 Jahren an der Zeit ist, sich diesen Flecken Erde erneut anzuschauen,... wenn auch mit den Augen eines Erwachsenen.

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  3. Antworten
    1. Und ich erst! Das letzte mal sprang ich dort unten noch in Stoffwindeln und danach in kurzen Hosen rum! Das wird interessant.

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  4. Schön!
    Mach das, bitte, und bring Geschichten mit.

    Ich bin auch so eine, die bis zum Schuleintritt im Ausland aufgewachsen ist.
    Vielleicht bringst du mich auf eine Idee ...

    Hoffentlich hat sich die Gegend nicht komplett (zum schlechteren) verändert. In Tirol gibt es Dörfer, die erkennt man heute nach 40 Jahren nicht wieder. Bei mir weiß ich fix, dass die Twin Towers nicht mehr stehen. Sonst dürfte sich auch einiges verändert haben. Vieles zum Besseren - Radwege, weniger Kriminalität. :-)

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