Unser Beitrag kann sich sehen lassen... und Gregory Scott Shapiro, als Trump aus dem Off, ist genial!
Freitag, 3. Februar 2017
Freitag, 23. Dezember 2016
Seeliger Weihnachtspost
So,... Weihnachten 2016 steht vor der Tür,
nur noch ein paar Tage und dieses Jahr gehört der Vergangenheit an.
2016 war in vielerlei Hinsicht ein turbulentes Jahr!
nur noch ein paar Tage und dieses Jahr gehört der Vergangenheit an.
2016 war in vielerlei Hinsicht ein turbulentes Jahr!
Auf eine umfangreiche Zusammenfassung in Wort und Schrift möchte ich an dieser Stelle bewusst verzichten,... vielleicht nur soviel:
- Wieder so ein Jahr vorbei, in dem ich mich von besonderen und inspirierenden Menschen verabschieden musste (R.I.P.)!
- Wieder so ein Jahr vorbei, in dem radikale Idioten mit bestialischen Aktionen Angst, Unsicherheit und Schrecken verbreitet haben.
- Wieder so ein Jahr vorbei, in dem ich zu oft auf dem falschen Fuss erwischt wurde.
- Wieder so ein Jahr vorbei, in dem ich nicht alle persönlichen Zielsetzungen erreicht habe.
- Wieder so ein Jahr vorbei, in dem sich meine Prioritäten verändert haben.
Abgesehen davon – und vielleicht gerade auch ein bisschen deshalb - war es ein besonderes, herausforderndes und unvergessliches Jahr.
Auf jeden Fall aber dank meiner Frau, die mir am 12. März 2016 einen kerngesunden und wunderschönen Sohn geschenkt hat!
Ich liebe beide aus tiefstem Herzen und freue mich, für diese einzigartigen Menschen Ehemann und Vater sein zu dürfen! Ein Privileg, das ich mir öfters vor Augen führen werde!
Auch beruflich war 2016 ein turbulentes Jahr: Restrukturierung, neue Funktion, neues Team, neue Herausforderungen! Nicht alles freiwillig, oft chaotisch und aus meiner Sicht zu einem sehr ungünstigen Moment, aber spannend und lehrreich, sowohl fachlich, als auch persönlich! Fakt ist, dass ich ohne Frau, Mentor und guten Beratern den Bettel im Frühling hingeschmissen hätte!
Und zu guter Letzt der eigene Körper, der mir immer öfters zu verstehen gibt, dass er älter wird und mehr Fürsorge/Ruhe braucht, gepaart mit dem Bedürfnis nach einem gesunden Lebensstil, bewusster Ernährung, ausreichend Bewegung und regelmässigen Routine-Checks bzw. Vorsorgeuntersuchungen!
Nun freue ich mich auf den bevorstehenden Jahresendurlaub und Weihnachten im Kreise von Familie und Freunden. Familie und Freunde sind das Wichtigste! Danach kommt lange nichts und was dann folgt ist ganz nett, aber sekundär!
Ihnen wünsche ich ein frohes Fest mit aufrichtigen, ehrlichen und lieben Menschen, viel Spass und unvergesslichen Momenten! À propos frohes Fest: Als Marketer liebe ich die Zusammenarbeit mit Firmen, die kreative Ideen entwickeln und diese professionell umsetzen. Firmen, bei denen der Mensch mehr zählt, als materielle Dinge oder persönliche Vorteile. Eine davon ist Futurelite... und die wünschten dieses Jahr wie folgt ein frohes Fest...!
Machen Sie's gut!
Man in Helvetica
Nun freue ich mich auf den bevorstehenden Jahresendurlaub und Weihnachten im Kreise von Familie und Freunden. Familie und Freunde sind das Wichtigste! Danach kommt lange nichts und was dann folgt ist ganz nett, aber sekundär!
Ihnen wünsche ich ein frohes Fest mit aufrichtigen, ehrlichen und lieben Menschen, viel Spass und unvergesslichen Momenten! À propos frohes Fest: Als Marketer liebe ich die Zusammenarbeit mit Firmen, die kreative Ideen entwickeln und diese professionell umsetzen. Firmen, bei denen der Mensch mehr zählt, als materielle Dinge oder persönliche Vorteile. Eine davon ist Futurelite... und die wünschten dieses Jahr wie folgt ein frohes Fest...!
Machen Sie's gut!
Man in Helvetica
Montag, 3. Oktober 2016
Urban. Hunt. 2016.
Letzten Freitag war ich einer von 7‘298 Gejagten in Zürich und offiziell registrierter Mitspieler beim «Urban. Hunt. 2016.».
Zurückgelegte Distanz: 11,1 km, überlebte Zeit: 02:23, Spassfaktor:
unendlich
Den Entschluss, am grössten Mixed-Reality-Game der Welt
teilzunehmen, fasste ich recht spontan.
Letzten Mittwoch installierte ich die App, am Donnerstag
Abend packte ich meine Sportsachen und am Freitag, direkt nach Arbeitsende,
machte ich mich auf den Weg in die Innenstadt.
Los ging es um 19.00 Uhr, mit 100 % Akkuleistung und 200 %
Motivation.
Ich startete am Bellevue, am süd-östlichen Rand des
virtuellen Spielgebietes, und starb 163 Minuten später einsam und verlassen im
Foyer des Hotels Renaissance am nord-westlichen Rand des Spielfelds.
"Game over" infolge Verlassen des Spielfeldes, angeschlagener Gesundheit aus einem mächtigen Sturm und verpasster Aktivierung noch verfügbarer Health-Packs.
Dazwischen jeden Checkpoint abgegriffen, in drei Safehouses eingecheckt und geschwitzt wie in der finnischen Sauna.
Es war ein Höllenritt quer durch die ganze Stadt, bewaffnet mit 2
Power-Packs rannte ich über 2 Stunden um mein virtuelles Leben.
Vor Augen immer den Feind (Jäger im Mercedes), Fallen, Naturkatastrophen,
Mitspieler, Verkehr, kürzeste Route, verfügbare Gadgets und den eigenen
Akkustand.
Ausreichend Akku ist bei diesem genialen Mixed-Reality-Game matchentscheidend,
die App säuft infolge permanenter GPS-Lokalisierung wie ein Panzer im
Gefechtsmodus.
Urban. Hunt. ist Spass und Anstrengung pur, ich lernte witzige Leute kennen und
war überrascht, dass es im realen Leben keine Verletzte (oder sogar Tote!) gab, weil viele
jegliche Verkehrsregeln missachteten.
Ganz kritisch war das Spielgebiet in der Langstrasse und bei
der Europaallee: lange Strecken, kaum Ausweichmöglichkeiten und viel
motorisierter Verkehr.
Etwas übersichtlicher und dunkler, aber nicht weniger
gefährlich, wurde es beim Sihlquai. Hier verkleinerten Naturkatastrophen das
verfügbare Spielgebiet und erschwerten das Überleben.
Meine letzten Kilometer bei der Hardbrücke waren „Leben am
Limit“, die zunehmende Intensität der Geschehnisse verkündete langsam aber sicher das bevorstehende Spielende.
Nächstes Jahr werde ich wieder dabei sein...!
Donnerstag, 29. September 2016
Nina
Im Rahmen eines Family Forum Events habe ich heute Mittag Nina kennengelernt. Thema des Events: «Selbstbestimmung bis zum Schluss – Wer heute
vorsorgt, braucht sich morgen nicht zu sorgen.»
Nina ist 35 Jahre alt, verheiratet und eine echte Powerfrau.
Seit Juli 2015 sind die Zwillinge Frederik und Charlotte ihr
ganzer Stolz.
Ab Oktober wagt sie den Wiedereinstieg in die Arbeitswelt,
als Buchhalterin, mit einem Arbeitspensum von 50 %.
Martin ist ihr Ehemann.
38 Jahre alt, selbständiger Versicherungsberater.
Gemäss Nina ein gesundheitsbewusster Mensch, der die Natur
liebt.
Martin erlitt am 20. Dezember 2015, aus heiterem Himmel, einen Herzinfarkt.
Bis der Rettungswagen eintraf, dauerte es eine halbe Stunde.
Seit Januar 2016 liegt Martin im Koma,
hängt an Maschinen, wird künstlich ernährt.
Die Ärzte wagen keine Prognose, wissen nicht, wie seine Zukunft aussieht.
Nina erzählte uns ihr Schicksal,... ruhig, detailliert, mit vielen Emotionen.
Wir standen den Tränen nahe, konnten das Erzählte kaum begreifen,
den Schmerz, die Ungewissheit und Verzweiflung nachfühlen.
den Schmerz, die Ungewissheit und Verzweiflung nachfühlen.
Wir staunten, wie Nina ihr Leben (weiter)lebt.
Nina ging durch die Hölle, verlor nicht nur den Lebensmut, sondern auch 15 kg Gewicht,
heulte die Nächte durch, um tagsüber genug Kraft für den Alltag und die Kinder zu haben.
Ende März 2016 packte sie die wichtigsten Sachen aus dem
eigenen Haus, zog zurück zu ihren Eltern. Im Eigenheim mit Garten stecke zu viel Arbeit, zu viele Erinnerungen an gemeinsame, glückliche Stunden.
Ihre Eltern sind der Fels in der Brandung, psychisch und finanziell, geben ihr Kraft und helfen mit, die Kinder gross zu ziehen.
Nächsten Montag geht Nina wieder arbeiten, um die Familie über die Runden zu bringen.
Und Nina will wieder arbeiten, um sich abzulenken, auf andere Gedanken zu kommen.
Täglich fährt Nina zu Martin ans Krankenbett, erzählt ihm vom Alltag, den Kinder, von ihren Ängsten und Sorgen. Und jeden Tag wünscht sie sich ein Zeichen, eine Reaktion von Martin.
Die Kinder vermissen ihren Vater, Nina ihren Mann, Freund und Partner.
Dem Menschen, dem sie vor etwas mehr als sechs Jahren das Jawort gegeben hat,
in guten und schlechten Zeiten, bis der Tod sie scheidet.
Ich bewundere Nina und verfluche das Schicksal.
Gleichzeitig mache ich mir Gedanken zu meinen persönlichen
Vorsorgeanweisungen...!
Montag, 19. September 2016
Auf Wilhelm Tells Spuren
Ich musste tatsächlich 39 Jahre alt werden, bevor ich mich auf
die Spuren unseres Schweizer Freiheitshelden Wilhelm Tell begab, von dem man bis
heute übrigens nicht weiss, ob er eine Legende oder ein Mythos ist.
Während meine Frau im Rahmen eines Klassenlagers an einem Waldschulprojekt
in Altdorf UR teilnahm, nahm ich spontan eine Woche Urlaub, schnappte mir Sohn, Babymaterial, Fotoausrüstung und leichtes Gepäck, um sie zu begleiten und nebenbei die historische Berglandschaft rund um den Urnersee
zu erkunden. Ziele waren mir bis anhin noch unbekannte Orte wie Altdorf,
Bürglen, Flüelen, Küssnacht am Rigi und Sisikon, wo man bis heute historische Spuren von Wilhelm Tell finden kann. Bei bestem Sommerwetter, und mit viel Zeit im Gepäck, gingen wir jeweils am frühen Vormittag los, um gemeinsam in die Schweizer Geschichte einzutauchen
Bis letzte Woche war die Innerschweiz - und insbesondere die Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden (Ob- und Nidwalden) - für mich nicht viel mehr als eine Grossregion auf der Schweizer Landkarte oder ein historisches Kapitel in Schweizer Geschichtsbüchern. Dies hat sich rasch geändert und ich bin froh, diese persönliche Wissenslücke geschlossen zu haben. Es war nicht nur eine tolle Erfahrung, sondern ganz einfach eine erholsame Urlaubswoche im eigenen Land mit vielen Erlebnissen.
Los ging es am frühen Sonntagnachmittag (04.09.2016), über den Sattel nach Schwyz weiter in den Urkanton Uri. Ab Morschach begrüsste uns das wunderschöne Blau des Vierwaldstättersees und freie Sicht auf die prächtige Innerschweizer Bergwelt. Später erfuhr ich, dass wir uns auf dem «Weg der Schweiz» bewegten, welcher im Rahmen der 700-Jahr-Feier der Eidgenossenschaft erstellt wurde und allerlei historische Etappenorte beinhaltet.
Los ging es am frühen Sonntagnachmittag (04.09.2016), über den Sattel nach Schwyz weiter in den Urkanton Uri. Ab Morschach begrüsste uns das wunderschöne Blau des Vierwaldstättersees und freie Sicht auf die prächtige Innerschweizer Bergwelt. Später erfuhr ich, dass wir uns auf dem «Weg der Schweiz» bewegten, welcher im Rahmen der 700-Jahr-Feier der Eidgenossenschaft erstellt wurde und allerlei historische Etappenorte beinhaltet.
1. Etappenziel: Unterkunft Moosbad
Erstes Etappenziel war die Unterkunft des Klassenlagers in Flüelen-Altdorf, welches in den vierziger Jahren Teil eines Militärspitals und während dem 2. Weltkrieg als solches betrieben wurde. Später dienten die Holzbaracken als Lager und Betriebsstätten für die Armeeapotheke und wurden schrittweise für die gewerbliche und zivile Nutzung umfunktioniert. Alles sehr, sehr einfach, aber funktional und passend für eine abenteuerliche Woche auf Wilhelm Tells Spuren.
2. Etappenziel: Altdorf UR
Der beschauliche Hauptort des Kantons Uri präsentiert sich mit prächtigen Herrenhäuser, verwinkelten Gassen, dem ältesten Kapizinerkloster der Schweiz und ist gemäss Friedrich Schiller Schauplatz des Apfelschusses von Wilhelm Tell. Nachdem sich dieser weigerte, den Hut von Reichsvogt Hermann Gesslers zu grüssen, wurde er zur Strafe gezwungen, seinem Sohn Walter auf dem Marktplatz einen Apfel vom Kopf zu schiessen. Heute steht an besagter Stelle das ehrwürdige Telldenkmal, eine Bronzestatue von Richard Kissling aus dem Jahre 1895.
3. Etappenziel: Bürglen UR
Bürglen gilt als Heimat von Wilhelm Tell, ist ein typisches Bergdorf mit hübschen Häusern und ganz urigen Einwohnern, die allesamt einen sehr speziellen Dialekt reden. Sehenswert ist der alte Dorfkern und das Tell-Museum mit allerlei Dokumenten, Objekten und Darstellungen des Schweizer Nationalhelden.
4. Etappenziel: Flüelen UR
Am südlichen Ende des Vierwaldstättersees, zwischen der Einmündung der Reuss und der gewaltigen Bergkette des Rophaien, liegt Flüelen. Besonders imposant ist die 400 Meter hohe Felswand des Axen, der steile Bannwald und das mit Ausbruchmaterial des Gotthard-Basistunnels künstlich aufgeschüttete Reussdelta. Hier findet man die Badeinseln Lorelei und wunderschöne Grillplätze für lauschige Sommerabende.
5. Etappenziel: Küssnacht am Rigi SZ
Am nordöstlichen Arm des Vierwaldstättersees liegt Küssnacht am Rigi, eine schöne Gemeinde im Herzen der Schweiz. Und genau hier findet man noch heute die historische Stätte, in welcher Wilhelm Tell 1307 den habsburgischen Landvogt Hermann Gessler erschossen haben soll. Dank Spendensammlungen konnte die Hohle Gasse bis heute erhalten werden und wurde 2004/2005 sogar mit einem behindertengerechten Weg ergänzt. Am oberen Ende der Hohlen Gasse steht die Tellskapelle aus dem Jahre 1638, welche unter dem Vordach Gesslers Tod auf einem Gemälde zeigt.
6. Etappenziel: Sisikon UR
Sisikon, das Tor zum Kanton Uri, liegt direkt am Vierwaldstättersee und ist Standort der Tellskappelle an der berühmten Tellsplatte. Gemäss Sage gelang Wilhelm Tell hier die Flucht, nachdem er in Altdorf in Ketten gelegt wurde und nach Küssnacht am Rigi in die Burg von Hermann Gessler hätte gebracht werden sollen. Die 1879/1880 erbaute Kapelle ist über ein paar Stufen gut erreichbar und zeigt vier Fresken der Tell-Sage: Apfelschuss, Tellsprung, Gesslers Tod in der Hohlen Gasse und den Rütlischwur.
Alles in allem eine tolle Urlaubswoche mit viel Schweizer Geschichte. Eigentlich hätte ich diese Tour schon viel früher machen sollen, aber irgendwie findet man ja immer Gründe, den Urlaub im Ausland zu verbringen, statt sich die Sehenswürdigkeiten im eigenen Land anzuschauen. Und eine weitere Erkenntnis: Klassenlager sind im Erwachsenenalter eine wirklich interessante Erfahrung. Man fühlt sich neben 14-jährigen Schülern automatisch alt, kann der heranwachsenden Generation beim Nachtessen, am Lagerfeuer oder auf den Arbeitsplätzen im Wald jedoch etwas mit auf den Weg geben und alle Freiheiten geniessen.
Erstes Etappenziel war die Unterkunft des Klassenlagers in Flüelen-Altdorf, welches in den vierziger Jahren Teil eines Militärspitals und während dem 2. Weltkrieg als solches betrieben wurde. Später dienten die Holzbaracken als Lager und Betriebsstätten für die Armeeapotheke und wurden schrittweise für die gewerbliche und zivile Nutzung umfunktioniert. Alles sehr, sehr einfach, aber funktional und passend für eine abenteuerliche Woche auf Wilhelm Tells Spuren.
| Lagerunterkunft in Flüelen-Altdorf |
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| Leiterzimmer und Erinnerungen an den Militärdienst... |
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| ... im Speisesaal... |
![]() |
| ... und Küche der Unterkunft. |
2. Etappenziel: Altdorf UR
Der beschauliche Hauptort des Kantons Uri präsentiert sich mit prächtigen Herrenhäuser, verwinkelten Gassen, dem ältesten Kapizinerkloster der Schweiz und ist gemäss Friedrich Schiller Schauplatz des Apfelschusses von Wilhelm Tell. Nachdem sich dieser weigerte, den Hut von Reichsvogt Hermann Gesslers zu grüssen, wurde er zur Strafe gezwungen, seinem Sohn Walter auf dem Marktplatz einen Apfel vom Kopf zu schiessen. Heute steht an besagter Stelle das ehrwürdige Telldenkmal, eine Bronzestatue von Richard Kissling aus dem Jahre 1895.
| Telldenkmal (Wilhelm mit Sohn Walter) |
| Zeughaus in Altdorf |
| Durchfahrtsstrasse in Altdorf |
3. Etappenziel: Bürglen UR
Bürglen gilt als Heimat von Wilhelm Tell, ist ein typisches Bergdorf mit hübschen Häusern und ganz urigen Einwohnern, die allesamt einen sehr speziellen Dialekt reden. Sehenswert ist der alte Dorfkern und das Tell-Museum mit allerlei Dokumenten, Objekten und Darstellungen des Schweizer Nationalhelden.
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| Tell-Museum im Wattigwylerturm aus dem 13. Jahrhundert |
4. Etappenziel: Flüelen UR
Am südlichen Ende des Vierwaldstättersees, zwischen der Einmündung der Reuss und der gewaltigen Bergkette des Rophaien, liegt Flüelen. Besonders imposant ist die 400 Meter hohe Felswand des Axen, der steile Bannwald und das mit Ausbruchmaterial des Gotthard-Basistunnels künstlich aufgeschüttete Reussdelta. Hier findet man die Badeinseln Lorelei und wunderschöne Grillplätze für lauschige Sommerabende.
| Flüelen und die Bergkette des Rophaien |
| Blick auf den Vierwaldstättersee |
| Beim Reussdelta |
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| Abendstimmung bei den Badeinseln Lorelei |
5. Etappenziel: Küssnacht am Rigi SZ
Am nordöstlichen Arm des Vierwaldstättersees liegt Küssnacht am Rigi, eine schöne Gemeinde im Herzen der Schweiz. Und genau hier findet man noch heute die historische Stätte, in welcher Wilhelm Tell 1307 den habsburgischen Landvogt Hermann Gessler erschossen haben soll. Dank Spendensammlungen konnte die Hohle Gasse bis heute erhalten werden und wurde 2004/2005 sogar mit einem behindertengerechten Weg ergänzt. Am oberen Ende der Hohlen Gasse steht die Tellskapelle aus dem Jahre 1638, welche unter dem Vordach Gesslers Tod auf einem Gemälde zeigt.
| Tellskapelle am Ende der Hohlen Gasse |
| "Durch diese hohle Gasse muss er kommen. Es führt kein anderer Weg nach Küssnacht." |
6. Etappenziel: Sisikon UR
Sisikon, das Tor zum Kanton Uri, liegt direkt am Vierwaldstättersee und ist Standort der Tellskappelle an der berühmten Tellsplatte. Gemäss Sage gelang Wilhelm Tell hier die Flucht, nachdem er in Altdorf in Ketten gelegt wurde und nach Küssnacht am Rigi in die Burg von Hermann Gessler hätte gebracht werden sollen. Die 1879/1880 erbaute Kapelle ist über ein paar Stufen gut erreichbar und zeigt vier Fresken der Tell-Sage: Apfelschuss, Tellsprung, Gesslers Tod in der Hohlen Gasse und den Rütlischwur.
| Tellskapelle bei der Tellsplatte |
| Freske "Der Tellsprung" |
| Blick in die Tellskapelle |
Alles in allem eine tolle Urlaubswoche mit viel Schweizer Geschichte. Eigentlich hätte ich diese Tour schon viel früher machen sollen, aber irgendwie findet man ja immer Gründe, den Urlaub im Ausland zu verbringen, statt sich die Sehenswürdigkeiten im eigenen Land anzuschauen. Und eine weitere Erkenntnis: Klassenlager sind im Erwachsenenalter eine wirklich interessante Erfahrung. Man fühlt sich neben 14-jährigen Schülern automatisch alt, kann der heranwachsenden Generation beim Nachtessen, am Lagerfeuer oder auf den Arbeitsplätzen im Wald jedoch etwas mit auf den Weg geben und alle Freiheiten geniessen.
Mittwoch, 31. August 2016
42,195 km - Mit Kind und Wagen
Zugegeben, es war nicht leicht,
aber man gewöhnt sich daran!
Man gewöhnt sich, mit Kind (ca. 9 kg) und Jogger (15,7 kg) über Stock und Stein zu rennen,
und dabei nicht wie ein Laufanfänger mit akuten Parkinson-Schüben auszusehen.
Auf den ersten Laufrunden habe ich festgestellt, dass Laufen und gleichzeitiges Führen des Joggers enorme koordinative Fähigkeiten voraussetzt,
um einen koordinierten Bewegungsablauf ohne bleibende Folgeschäden für den eigenen Bewegungsapparat hinzubringen.
Von den gestiegenen Herausforderungen an die eigene Muskelkraft und sportliche Ausdauer ganz zu schweigen.
Die ersten Kilometer waren eine Tortur für Mensch, Material und Umwelt!
Von unkontrollierten Richtungsänderungen bis hin zu unbeabsichtigten Bremsmanövern und peinlichen Beinahe-Kollisionen mit betagten Nordic Walking Gruppen war alles dabei.
Auch mehrere Schnecken und Käfer mussten - im wahrsten Sinne des Wortes - unten durch.
Aber so ist das Leben,… ein Güterzug in voller Fahrt kann halt nicht mal eben so ausweichen
und kommt schon gar nicht innerhalb 500 Metern zum vollständigen Stillstand!
Wie auch immer, die Laufrunden mit meinem Sohn werden immer besser,
obwohl er als Pacemaker regelmässig auf der ganzen Linie versagt!
Noch bevor wir gemeinsam das nahegelegene Naturschutzgebiet erreichen, schlummert er friedlich im Wagen und zählt Schäfchen.
Ich nehme es ihm aber nicht übel, gross und stark werden muss enorm anstrengend sein.
Den Jogger (Model Hartan Skater GT) lieben wir beide über alles,
obwohl er ganz anders ist, als der stylische Citycruiser (Model Stokke Xplory) mit funktionalem Design.
Die einstellbare Federung, das wendige Einzelschwenkrad und superleichte Gewicht sind ideal für Laufrunden in unwegsamen Gelände oder kleine Nickerchen bei +/- 10 km/h.
Nur die Feststellbremse 'Wippmatic' ist kompletter Schwachsinn, da sie an ungünstigster Stelle montiert ist.
Durch meine Schrittlänge kam es mehr als einmal vor, dass ich im Lauf versehentlich auf den Wipper stand und beinahe kopfüber über den Wagen flog.
Solche Erfahrungen zeigen mir, dass Ingenieure und Designer von modernen Kinderwagen keine Läufer sind.
Oder Kleinwüchsige, die keine Ahnung haben, mit welchen Problemen sich ein Mensch > 185 cm rumschlagen muss.
Fakt ist: Wir sammeln fleissig Kilometer und haben gestern die erste Marathondistanz voll gemacht.
42,195 km vor der eigenen Haustüre, mit besten Trainingsbedingungen.
So darf es gerne weitergehen…!
aber man gewöhnt sich daran!
Man gewöhnt sich, mit Kind (ca. 9 kg) und Jogger (15,7 kg) über Stock und Stein zu rennen,
und dabei nicht wie ein Laufanfänger mit akuten Parkinson-Schüben auszusehen.
Auf den ersten Laufrunden habe ich festgestellt, dass Laufen und gleichzeitiges Führen des Joggers enorme koordinative Fähigkeiten voraussetzt,
um einen koordinierten Bewegungsablauf ohne bleibende Folgeschäden für den eigenen Bewegungsapparat hinzubringen.
Von den gestiegenen Herausforderungen an die eigene Muskelkraft und sportliche Ausdauer ganz zu schweigen.
Die ersten Kilometer waren eine Tortur für Mensch, Material und Umwelt!
Von unkontrollierten Richtungsänderungen bis hin zu unbeabsichtigten Bremsmanövern und peinlichen Beinahe-Kollisionen mit betagten Nordic Walking Gruppen war alles dabei.
Auch mehrere Schnecken und Käfer mussten - im wahrsten Sinne des Wortes - unten durch.
Aber so ist das Leben,… ein Güterzug in voller Fahrt kann halt nicht mal eben so ausweichen
und kommt schon gar nicht innerhalb 500 Metern zum vollständigen Stillstand!
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| Mit Kind und Wagen auf dem Trail - Quality time pur! |
Wie auch immer, die Laufrunden mit meinem Sohn werden immer besser,
obwohl er als Pacemaker regelmässig auf der ganzen Linie versagt!
Noch bevor wir gemeinsam das nahegelegene Naturschutzgebiet erreichen, schlummert er friedlich im Wagen und zählt Schäfchen.
Ich nehme es ihm aber nicht übel, gross und stark werden muss enorm anstrengend sein.
Den Jogger (Model Hartan Skater GT) lieben wir beide über alles,
obwohl er ganz anders ist, als der stylische Citycruiser (Model Stokke Xplory) mit funktionalem Design.
Die einstellbare Federung, das wendige Einzelschwenkrad und superleichte Gewicht sind ideal für Laufrunden in unwegsamen Gelände oder kleine Nickerchen bei +/- 10 km/h.
Nur die Feststellbremse 'Wippmatic' ist kompletter Schwachsinn, da sie an ungünstigster Stelle montiert ist.
Durch meine Schrittlänge kam es mehr als einmal vor, dass ich im Lauf versehentlich auf den Wipper stand und beinahe kopfüber über den Wagen flog.
Solche Erfahrungen zeigen mir, dass Ingenieure und Designer von modernen Kinderwagen keine Läufer sind.
Oder Kleinwüchsige, die keine Ahnung haben, mit welchen Problemen sich ein Mensch > 185 cm rumschlagen muss.
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| Geschafft, erste gemeinsame Marathondistanz! |
Fakt ist: Wir sammeln fleissig Kilometer und haben gestern die erste Marathondistanz voll gemacht.
42,195 km vor der eigenen Haustüre, mit besten Trainingsbedingungen.
So darf es gerne weitergehen…!
Freitag, 19. August 2016
kcüRBlick Familienurlaub 1.0
Eines vorneweg: Familienurlaub ist irgendwie anders,… klarer strukturiert, weniger flexibel und leicht angespannter, da man Bedürfnisse und Wünsche des eigenen Nachwuchses vor die eigenen stellt. Familienurlaub ist aber auch intensiver, voller magischer Momente mit neuen Erlebnissen und dadurch unvergleichlich im positiven Sinn.
Milano Marittima, der kleine Badeort an der italienischen Adria, war eine gute Wahl für den ersten Familienurlaub und ist ohne Wenn und Aber ein hübscher Flecken Erde. Selbst im Hochsommer, wenn halb Europa Ferien hat, ist es dort unten überschaulich und angenehm entspannt! Besonders schön: Italianità, die italienische Lebensart und Lebensfreude, war spür- und sichtbar. Insbesondere gegenüber den kleinsten und kleinen Mitmenschen öffnen Italiener ihr Herz und zeigen sich in vielen Lebenslagen, in denen man hierzulande müde belächelt oder beinahe missgünstig verachtet wird, sehr verständnisvoll. Im Sommer, in Zeiten von „Adults only Resorts“ oder „für Familien mit Kindern nicht geeignet“, ein wahrer Segen für frischgebackene und urlaubsreife Eltern. Daher konnten wir von dieser positiven Einstellung profitieren und den Urlaub voll und ganz geniessen.
Los ging es in den frühen Morgenstunden (04:30 Uhr), voll getankt und voll beladen über die A3, A13 und A2 ins Tessin. Alles sehr entspannt, da kaum Verkehr.
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| Tomils, 02.08.2016 - 05:48 Uhr: Sonnenaufgang auf dem Weg in Richtung Süden |
Nach gut 2,5 Stunden passierten wird den Grenzübergang Chiasso/Como und liessen die Schweiz hinter uns. Über Mailand, Parma, Bologna und Imola führte uns die Route nach Ravenna und anschliessend Milano Marittima. Abseits mautpflichtiger Schnellstrassen präsentierte sich die Emilia-Romagna von ihrer schönsten Seite: Herrliche Landschaften (krasser Kontrast zwischen Meer und Gebirge), kräftige Farben und in der Luft ein leichter Duft von Pinienwäldern und Meersalz. Milano Marittima begrüsste uns gegen Mittag mit zahlreichen Schlaglöchern (Wurzeln unter dem Asphalt scheint niemanden zu stören), bestem Wetter und angenehmen 32 Grad. Benvenuti in Italia!
Im wunderschönen MarePineta Resort***** (im Mai 2016 wiedereröffnet) verlief der Start leider nicht ganz nach unseren Vorstellungen: Raucher- statt Nichtraucherzimmer, Wasserschaden infolge Defekt der Klimaanlage und keinen passenden Adapter für unsere elektronischen Geräte wie Babyphone, Sterilisator und Wasserkocher. Das Personal war mit der Reklamation sichtlich überfordert, wurde zunehmend unfreundlicher und zeigte wenig Interesse, die beanstandete Situation in angemessener Zeit zu verbessern. Erst nach einem persönlichen Gespräch mit dem General Manager kam die Mannschaft in die Gänge. Und siehe da, nach 30 Minuten waren alle Probleme gelöst! Anche questa Italia!
Da Aktivitäten und spontane Ausflüge mit Kleinkind weder oft noch wild ausfallen, waren die Tage und Nächte in und rund um Milano Marittima sehr entspannt.
Beach und Beachclub MarePineta Resort
Definitiv einer der schönsten vor Ort, mit EUR 90.00 pro Person/Tag jedoch unverschämt teuer. Kein Sunbed dieser Welt rechtfertigt diesen Preis! Auch dann nicht, wenn es fett gepolstert ist und ein Schirm angenehmen Schatten spendet! Und schon gar nicht, wenn die Wasserqualität zu wünschen übrig lässt und Quallen täglich für unliebsame Begegnungen sorgen. Selbst dann nicht, wenn Moët & Chandon eine lauschige Lounge und Prickelbrause auf Eis kredenzt. Das Geld für den Beachclub kann man locker sparen und stattdessen in erstklassige Gelati investieren. Zum Beispiel bei Puro & Bio in Cervia. Ergibt pro Person/Tag umgerechnet ca. 72 Kugeln (unbedingt 'Zenzero e Canella' nehmen!).
Milano Marittima
Milano Marittima ist sehr übersichtlich und für Fussgänger mit Kinderwagen bestens geeignet. Im verkehrsberuhigten Zentrum sehr sauber mit schönen Park- und Grünanlagen, zahlreichen Luxusboutiquen und erstklassigen Restaurants, die abends bis auf den letzten Platz mit fröhlichen Menschen besetzt sind. Nach 22.00 Uhr ist auf den Strassen einiges los, man trifft sich zum Essen, Trinken, Rauchen, Quatschen und Lachen. Verkehrstechnisch ist Milano Marittima hingegen eher schwierig, da viele Einbahnstrassen und Schlaglöcher den Verkehrsfluss beeinflussen. Zudem werden Verkehrsregeln gerne frei interpretiert, egal ob von Fussgängern, Fahrrad-/Motorradfahrern oder Automobilisten.
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| Brunnenmosaik in Milano Marittima Centro |
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| Ferrari 458 Italia, italienisches Blech mit 570 PS für EUR 194'000.00 |
Die kleine Hafenstadt Cervia grenzt südlich direkt an Milano Marittima und ist bis weit über die Landesgrenzen hinaus berühmt für das vor Ort gewonnene Salz. Gemäss Insidern soll es das beste Italiens sein, da es besonders rein ist. Ansonsten ist Cervia bunt und lebensfroh, hat einen schönen kleinen Hafen, die wohl weltweit kürzeste Fährverbindung (über den 20m breiten Canale di Cervia), entlang des Hafenkanals einen lebhaften Wochenmarkt mit breitem Angebot, ein trendiges Künstlerviertel und ist abends Szenetreff für Jung und Alt. Im Puro & Bio findet man zudem extrem gute Gelati!
Wenn man in der Nähe von San Marino ist, sollte man sich die älteste bestehende Republik der Welt durchaus mal anschauen! Haben wir getan und sind am späteren Nachmittag losgefahren. Die Enklave liegt 740 m.ü.M., ist von einer hügeligen, dicht bewaldeten Landschaft umgeben, bietet eine schöne Altstadt mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten und in den Abendstunden eine atemberaubende Aussicht auf die Marken und Emilia-Romagna. Tipp: Es lohnt sich, einen Pullover oder leichte Jacke mitzunehmen, da es nach Einbruch der Dunkelheit relativ rasch frisch wird.
Alles in allem ein schöner Urlaub, der uns als Familie noch näher zusammengebracht hat. Und genau so soll es sein, denn viel zu oft verschlingt der Arbeitsalltag wertvolle Zeit, die einem einmalige Momente verpassen lässt...!
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