Montag, 15. Dezember 2014

Sandwich à la Truffe fraîche

Per Zufall entdeckte ich letzte Woche im Globus ***delicatessa das Sandwich à la Truffe fraîche nach einem Rezept vom französischen Sternekoch Michel Rostang. Eine Delikatesse für Feinschmecker, Trüffelliebhaber und Menschen mit dicker Geldbörse für den kleinen Hunger!

Ich bin grundsätzlich gerne bereit, mein hart verdientes Geld für qualitativ hochwertige Produkte oder exklusive Erlebnisse auszugeben,... ABER bei einem Verkaufspreis von knapp CHF 100.- für ein Sandwich (EIN SANDWICH!) wird meine persönliche Schmerzgrenze überschritten! Daher stillte ich meinen Heisshunger auf das "edelste Sandwich der Welt, dass man mindestens einmal im Leben genossen haben muss" mit einem kleinen Versuchshäppchen und dackelte mit einem Plan im Kopf (und Hunger im Bauch!) davon!    

Verführerische Präsentation bei Globus ***delicatessa
Zu Hause berichtete ich meiner Frau von dieser lukullischen Erfahrung und versprach, es am Wochenende in Eigenregie herzustellen. Selbstverständlich in einer Menge, die für vier Personen ausreicht und zu einem Glas Moët Ice kredenzt werden kann.

Die Einkaufsliste für das edelste Sandwich der Welt ist sehr übersichtlich. Es braucht lediglich ein frisches Sauerteigbrot, gesalzene Butter und frischen schwarzen Périgord-Trüffel.

Ein Hobel und drei Zutaten - that's it!


Beim Brot lohnt es sich wirklich, ein Sauerteigbrot zu verwenden, da die vielen Geruchs- und Geschmacksstoffe dem Sandwich ein ganz besonderes Aroma verleihen. Das Sauerteigbrot wird in dünnen Scheiben aufgeschnitten und grosszügig mit gesalzener Butter bestrichen. Danach heisst es "Wo gehobelt wird, fallen Trüffel-Späne". Hobeln Sie den Trüffel in gewünschter Dicke direkt auf die Brotscheiben und legen Sie danach zwei zusammen. Das Ganze packen Sie nun in Frischhaltefolie und legen es in den Kühlschrank. Für das beste Ergebnis empfiehlt Michel Rostang zwei Tage, aber wer hat schon zwei Tage Zeit, wenn er solche Zutaten im Haus hat?! 

Der Trüffel wird nach Herzenslust direkt auf's gesalzene Brot gehobelt.


Vor dem Servieren kommen die Sandwiches bei 140 Grad in den Backofen und werden auf beiden Seiten goldbraun (2 - 4 Minuten) getoastet. Sie werden beim Zuschauen begeistert sein, denn die Duftentwicklung von getoastetem Sauerteigbrot und zartschmelzender Trüffelbutter ist zum Niederknien!

Dabei bleiben lohnt sich, das Brot soll nur goldbraun werden!


Die noch warmen Sandwiches aufschneiden und zu einem Glas Champagner geniessen. Bon appétit!

Voilà,... das edelste Sandwich der Welt aus der eigenen Küche!

Dienstag, 2. Dezember 2014

Adventszeit

Advent, die Jahreszeit, in der sich die Christenheit auf das grosse WeihnachtsfressenFest der Geburt von MC J vorbereitet, ist für mich persönlich ein durch Rabatte, Aktionen und Schlussverkauf geprägter Monat, verbunden mit Kälte, Dunkelheit, gestressten und mehrheitlich unfreundlichen Menschen, rammelvollen Gassen, verstopften Kaufhäusern sowie Weihnachtsständen mit schlechten und überteuerten Produkten.
Glühwein, zum Beispiel.
Oder Punsch.
Was in diesen Tagen vielerorts wieder an Fussel verkauft wird, gehört eigentlich verboten.
Und deren Anbieter gleich erschlagen.

Dank meiner Frau ist Advent aber auch die Jahreszeit, in der es zu Hause noch etwas gemütlicher wird.
Dank ein paar Kerzen, winterlicher Deko oder herzhaftem Essen.
Und es ist die Zeit, in welcher ich von meiner Frau einen Adventskalender geschenkt bekomme.
Kein Billigprodukt ab Stange!
Immer individuell und mit Mehrwert.

Gestern Abend war es soweit.
Ich durfte meinen persönlichen Adventskalender in Empfang nehmen.
Ein Ereignis, das bei mir glänzende Augen hinterlässt.
Und so sah das gestern Abend aus.

24 individuelle Tüten

In der Nummer 1 verbarg sich ein Menü für zwei.
Bestehend aus Vor-, Haupt- und Nachspeise.
Bruschetta Tomate mit Grissini,
Risotto mit Gemüse,
Und Tartufo.
Für die Romantik eine kleine Kerze.

Menü für zwei

Ich machte mich umgehend ans Werk.
Und dinnierte 40 Minuten später mit meiner Frau am Tisch.
Willkommen im Advent!

Risotto verdure,... sehr aromatisch!

Filetto di vitello,... butterzart!

Bruschetta Tomate mit Grissini

Angerichtete Hauptspeise

Tartufo extranero del Peimonte und Tartufo alle stracciatella

Freitag, 28. November 2014

kcüRBlick - 72 Stunden Israel

Heute vor einer Woche reiste ich mit meiner Frau nach Israel.
Für mich das 4. Mal,... mit 72 Stunden leider viel zu kurz.
Aber lange genug, um danach eine ganze Woche auf dem Zahnfleisch zu laufen.
Familienfeste in Israel sind etwas anders.
Ganz anders!

Das Schöne ist, dass ich bei jeder Reise ins Heilige Land Neues entdecke.
Neue Traditionen, neue Menschen und neue klimatische Verhältnisse.
Aber auch neue Tücken, Stolperfallen und Fettnäpfchen!
An Abwechslung, Vielfalt und Spannung ist das Heilige Land nicht zu toppen!

Im Landeanflug auf Israel, unten die Küste vor Tel Aviv

Nächtlicher Zimmerblick auf Haifa, der drittgrössten Stadt Israels

Haifa Beach (Bat Galim)

Am Eingang der Bahá’í Gardens in Haifa

Israel ist erst 66,5 Jahre jung,
aber reich an Kultur, Geschichte, Wirtschaft oder Technologie.
Reicher als alle anderen Länder, die ich kenne,
egal ob in Amerika, Nordeuropa oder Asien.

Besonders interessant ist der der Ruhetag 'Sabbat'.
24 Stunden vom Sonnenuntergang am Freitag bis Eintritt der Dunkelheit am folgenden Samstag.
In dieser Zeit soll keine Arbeit verrichtet und kein Zustand verändert werden.
Und dieses Gebot (eines der 10. Gebote!) wird wörtlich genommen.
Das Leben steht still,... „Rien ne va plus“!
Ganz besonders bei orthodoxen Juden,
etwas weniger streng bei reformierten, liberalen und progressiven Juden.
Eine Tradition, die einen reformierten Christen wie mich aber schnell an den Rand der Verzweiflung bringt.
Und gefühlte 10 Kilo schwerer machen.

Verzweiflung deshalb, da alltägliche Dinge für 24 Std. anders funktionieren.
Im Hotel lässt der Sabbat-Modus den Lift automatisch in jeder Etage anhalten.
Egal, ob das Haus 4 oder 40 Stockwerke hat.
Das kann dauern.
In der Stadt sind orthodoxe Gebiete abgesperrt.
Egal, ob die Umfahrung 3 oder 30 Kilometer beträgt.
Das kann dauern.

Schwerer deshalb, da am Sabbat gegessen wird.
Viel gegessen!
Eigentlich 24 Stunden lang,
obwohl es eine körperliche Zustandsveränderung zur Folge hat.

Sabbat Abend im Kreise der Familie

Blöderweise schmeichelt das Essen meinem Gaumen ungemein.
Meinem BMI leider weniger.
Egal ob kalt, warm, mild, scharf, sehr scharf, mega scharf, ultra scharf oder süss!
Das Essen schmeckt richtig lecker.
Israelis sind echte Feinschmecker!

Getrunken wird natürlich auch.
Dummerweise nicht nur Limonana oder Tee!
Von A wie Arrak bis Z wie Zacapa wird alles kredenzt.
Liberale Juden sind trinkfest.
Die Familie meiner Frau ganz besonders!

Besonders spannend sind Familienfeste.
Eine Hochzeit, zum Beispiel.
Mit 300 – 500 Gästen.
Über mehrere Generationen, vom Kleinkind im Kinderwagen bis zum Greis am Gehstock.
Aus allen Verwandschaftsbeziehungen, von den Urgrosseltern bis zur Urgrossnichte 4. Grades.
Mit anderen Worten: Wer nicht auf medizinische Intensivpflege angewiesen ist, ist am Start!

Entsprechend grosszügig sind die Hochzeitslocations.
Richtige Tempel, welche es in Grösse und Ausstattung locker mit einer westeuropäischen Event- oder Sporthalle aufnehmen.
Inklusive Apéro-Foyer, Chuppa, Bühne, Laufsteg, Banketttafel, Bar, Tanzfläche, XXL-Lichtshow, DJ und VJ.
Es ist der nackte Wahnsinn!
Und grossartig!
Wie jedes Mal, wenn ich israelischen Boden betrete.

Eingangsbereich zur Hochzeitslocation

Kalter Fingerfood am Hochzeitsapéro...

Warmer Fingerfood am Hochzeitsapéro...

Bedienter Fingerfood am Hochzeitsapéro...

Die Trauung unter der Chuppa

Der Fest- und Speisesaal

Die Bar - zentraler Treffpunkt für Jung und Alt!

Gedeckte Festtafel mit diversen Beilagen

Vorspeise: Lachsfilet mit zweierlei Ravioli

Zwischengang: Kalbshirn mit pikantem Ratatouille

Hauptgang: BBQ mit Sättigungsbeilagen

Dessertvariationen

Auf dem Parkett...

DJ at work

Montag, 17. November 2014

100 Dinge,...

... die mich reif für die Insel machen täglich beschäftigen. Davon einige mehr, als mir persönlich lieb ist. Aber so läuft es, wenn man 1,1 Mio. abfackeln darf,... die Kohle brennt nie gleichmässig ab.

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Montag, 27. Oktober 2014

Homemade Kürbisketchup

Wenn man zu Hause ein paar Kürbisse und Tomaten rumliegen und durch die Umstellung von Sommer- auf Winterzeit 60 Minuten gewonnen hat, kann man schon mal auf die Idee kommen, sich dem Thema "Homemade Ketchup" zu widmen. Dieser würzige Klassiker geht ja irgendwie immer und insbesondere jetzt - kurz vor Halloween - kann ich mir ein Kürbisketchup wunderbar zu gegrillten Fleisch- und Wildgerichten oder herzhaften Burgern vorstellen.

Zutaten:
  • 600 g Kürbis
  • 400 g Tomaten
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 TL Ingwer
  • 1 TL Curry (scharf)
  • 1 TL Chili
  • 1 TL Salz
  • 70 g Zucker
  • 70 ml Balsamico Bianco (Weissweinessig)

Die Zubereitung ist denkbar einfach und innerhalb 60 Minuten erledigt:

Kürbis und Tomaten grob würfeln, Zwiebeln und Knoblauchzehen klein schneiden, Ingwer abreiben und zusammen mit Curry, Chili, Salz, Zucker, Balsamico Bianco und 100 ml Wasser auf kleiner Flamme 45 Minuten zugedeckt einkochen.

Nach 45 Minuten riecht es in der Küche schon sehr verführerisch.

Die eingekochte Masse im Mixer pürieren und wieder in den Topf füllen, nach Gusto abschmecken und offen einköcheln, bis es schön eindickt.

Das Kürbisketchup noch heiss in eine sterilisierte Flasche füllen und kühl stellen. Im Kühlschrank sollte sich das Ketchup gut drei Wochen halten.

So,... und jetzt muss ich mal schauen, wann ich Zeit für einen Homemade Pulled-Pork-Burger finde, denn dazu kann ich mir das Kürbisketchup, mit seiner leichten Süsse und angenehmer Säure, echt gut vorstellen.

Montag, 20. Oktober 2014

60 Days to Paradise

In 60 Tagen geht es los.
Jahresendurlaub über die Fest- und Feiertage.
Auf einen Inselstaat, mitten im indischen Ozean.
Nach Mauritius.

Weisse Sandstrände, türkisblaues Meer, sattgrüne Hügel und angenehme Temperaturen.
Vielfältig und atemberaubend schön.
Ein Paradies für wettergeplagte Europäer.
Und Trekking-Fans sowie Feinschmecker.

Ich freue mich auf Natur, Kultur und Aromen.
Den 'Food Market' in Port Louis, die Quelle des lukullischen Glücks.
Die 'Seven Coloured Earths', ein Naturphänomen aus Lava und Mineralien.
Den 'Blue Mauritius Gold', ein Rum in Perfektion.
Den 'Mont du Rempart', das Matterhorn von Mauritius.
Die 'Lakaz Chamarel Exclusive Lodge', eine Oase der Ruhe im üppig grünen Hochtal.
Den 'Black River Gorges National Park', das grüne Herz mit faszinierender Flora und Fauna.
Oder das 'Lux Le Morne', ein Spa-Juwel am Fusse des Le Morne Brabant.

In 60 Tagen geht es los!

Freitag, 10. Oktober 2014

Ernüchterung nach Fitness-Check


„Der Bauchumfang gilt als wichtiger Risikofaktor für das Auftreten von Krankheiten.“
Steht so auf meinem aktuellen Fitness-Check Ergebnisblatt.
Weniger als 94 Zentimeter sind gut.
Alles darüber steigert das Risiko, an koronaren Herzkrankheiten zu erkranken.
Und das will ja keiner!
Also ich bestimmt nicht.
Und meine Frau noch viel weniger!

Bei mir wurden exakt 93 Zentimeter gemessen.
Letzte Woche mal,... spät abends,... in nüchternem Zustand (neun Stunden nach der letzten Mahlzeit!) und daher in leicht gereizter Stimmung.
Dreiundneunzig Zentimeter!
Verfluchter Scheissdreck,... noch knapp so im grünen Bereich!
Noch nie war ich koronaren Herzkrankheiten näher.
Einer Bewusstlosigkeit infolge Hypoglykämie übrigens auch nicht.



Ein Blick auf die weiteren Testergebnisse liessen mein Selbstbewusstsein sinken.
Auf ähnlich tiefes Niveau wie den Blutzuckerspiegel.
Leider verbesserte der emotionslose Gesichtsausdruck des Instruktors nichts an meinem Wohlbefinden.
Im Gegenteil, ich wurde misstrauisch und suchte mögliche Antworten.
Auf folgende drei Fragen:

"Wurden die Geräte in diesem Fitnesscenter von offizieller Stelle geprüft bzw. geeicht?!"
(Professionelles Medizinequipment habe ich anders in Erinnerung,... irgendwie grösser,... teurer,... furchteinflössender!)

"Sind die im System hinterlegten Grenzwerte korrekt und geprüft?"
(Magerwahn ist im Q3/2014 doch total out!)

"Wurde am Test etwas manipuliert, um mich zukünftig straffrei zu foltern?
(Bei der Ergebnispräsentation flackerte in seinem Gesicht ein kurzes, triumphales Grinsen auf, welches mir nicht entgangen ist!)

Weitere Ergebnisse des Cardio-Checks:

Blutdruck: 126 mmHg : 79 mmHg - Herzfrequenz: 58 Schläge/min. - Cardio-Stress-Index: 17 % - Fit-Level: 6 von 10 - Fazit: Gesund, stressfrei, leicht überdurchschnittlich fit! - Konklusion: Körperliche Aktivitäten erhöhen!


Weitere Ergebnisse des Body-Checks:

Grösse: 185 cm - Gewicht: 85,8 kg (in Trainingsoutfit) - Body Mass Index: 25,1 - Körperfettanteil: 18,3 % oder 15,7 kg - Fettfreie Masse: 81,7 % oder 70,1 kg - Körperwasser: 60,7 % - Muskelmasse: 36,8 % oder 31,6 kg
Fazit: Nach WHO bin ich ein leicht übergewichtiger Typ mit zu wenig Muskelmasse! - Konklusion: WTF!!!


Da mir plausibel erklärt wurde, dass meine körperlichen Defizite nicht auf die vorhandene Infrastruktur oder durchgeführten Tests zurückzuführen sei, können Sie sich vielleicht vorstellen, wie ich aus dem Fitnessstudio geschlichen bin!
Wie ein geprügelter Hund!
OHNE auch nur eine Sekunde trainiert zu haben!
Aber mit einem gewaltigen Riss in der Psyche.
Gefühlt so tief wie der Marianengraben!

Noch im Auto rief ich meine geliebte Frau an und teilte ihr mit, dass sie einen gesunden, aber leicht übergewichtigen Typ mit signifikantem Muskelmassendefizit als Mann hat.
Sie hörte aufmerksam zu und versicherte mir, dass sie mich dennoch liebe!
Sichtlich erleichtert nahm ich diese frohe Botschaft zur Kenntnis und nutzte mein psychisches Hoch, um mich nach allfälligen Soul-Food Bedürfnissen zu erkundigen, bevor ich bei Burger King in den Drive-in fuhr.

Ich mag ja präadipös sein und von ausreichender Bewegung sowie richtigem Training keine Ahnung haben, aber eines weiss ich ganz genau:
Bei leicht gereizter Stimmung und einem psychischen Knacks sind drei Scheiben saftiges Beef mit knusprigem Bacon und Onion Rings in Form eines X-TRA LONG Rodeo BBQ nie falsch, sondern KING!