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Montag, 19. September 2016

Auf Wilhelm Tells Spuren

Ich musste tatsächlich 39 Jahre alt werden, bevor ich mich auf die Spuren unseres Schweizer Freiheitshelden Wilhelm Tell begab, von dem man bis heute übrigens nicht weiss, ob er eine Legende oder ein Mythos ist.

Während meine Frau im Rahmen eines Klassenlagers an einem Waldschulprojekt in Altdorf UR teilnahm, nahm ich spontan eine Woche Urlaub, schnappte mir Sohn, Babymaterial, Fotoausrüstung und leichtes Gepäck, um sie zu begleiten und nebenbei die historische Berglandschaft rund um den Urnersee zu erkunden. Ziele waren mir bis anhin noch unbekannte Orte wie Altdorf, Bürglen, Flüelen, Küssnacht am Rigi und Sisikon, wo man bis heute historische Spuren von Wilhelm Tell finden kann. Bei bestem Sommerwetter, und mit viel Zeit im Gepäck, gingen wir jeweils am frühen Vormittag los, um gemeinsam in die Schweizer Geschichte einzutauchen

Bis letzte Woche war die Innerschweiz - und insbesondere die Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden (Ob- und Nidwalden) - für mich nicht viel mehr als eine Grossregion auf der Schweizer Landkarte oder ein historisches Kapitel in Schweizer Geschichtsbüchern. Dies hat sich rasch geändert und ich bin froh, diese persönliche Wissenslücke geschlossen zu haben. Es war nicht nur eine tolle Erfahrung, sondern ganz einfach eine erholsame Urlaubswoche im eigenen Land mit vielen Erlebnissen.

Los ging es am frühen Sonntagnachmittag (04.09.2016), über den Sattel nach Schwyz weiter in den Urkanton Uri. Ab Morschach begrüsste uns das wunderschöne Blau des Vierwaldstättersees und freie Sicht auf die prächtige Innerschweizer Bergwelt. Später erfuhr ich, dass wir uns auf dem «Weg der Schweiz» bewegten, welcher im Rahmen der 700-Jahr-Feier der Eidgenossenschaft erstellt wurde und allerlei historische Etappenorte beinhaltet.

Blick auf den Vierwaldstättersee bei Morschach


1. Etappenziel: Unterkunft Moosbad
Erstes Etappenziel war die Unterkunft des Klassenlagers in Flüelen-Altdorf, welches in den vierziger Jahren Teil eines Militärspitals und während dem 2. Weltkrieg als solches betrieben wurde. Später dienten die Holzbaracken als Lager und Betriebsstätten für die Armeeapotheke und wurden schrittweise für die gewerbliche und zivile Nutzung umfunktioniert. Alles sehr, sehr einfach, aber funktional und passend für eine abenteuerliche Woche auf Wilhelm Tells Spuren.

Lagerunterkunft in Flüelen-Altdorf
Leiterzimmer und Erinnerungen an den Militärdienst...
... im Speisesaal...
... und Küche der Unterkunft.


2. Etappenziel: Altdorf UR
Der beschauliche Hauptort des Kantons Uri präsentiert sich mit prächtigen Herrenhäuser, verwinkelten Gassen, dem ältesten Kapizinerkloster der Schweiz und ist gemäss Friedrich Schiller Schauplatz des Apfelschusses von Wilhelm Tell. Nachdem sich dieser weigerte, den Hut von Reichsvogt Hermann Gesslers zu grüssen, wurde er zur Strafe gezwungen, seinem Sohn Walter auf dem Marktplatz einen Apfel vom Kopf zu schiessen. Heute steht an besagter Stelle das ehrwürdige Telldenkmal, eine Bronzestatue von Richard Kissling aus dem Jahre 1895.

Telldenkmal (Wilhelm mit Sohn Walter)
Zeughaus in Altdorf
Durchfahrtsstrasse in Altdorf


3. Etappenziel: Bürglen UR
Bürglen gilt als Heimat von Wilhelm Tell, ist ein typisches Bergdorf mit hübschen Häusern und ganz urigen Einwohnern, die allesamt einen sehr speziellen Dialekt reden. Sehenswert ist der alte Dorfkern und das Tell-Museum mit allerlei Dokumenten, Objekten und Darstellungen des Schweizer Nationalhelden.

Tell-Museum im Wattigwylerturm aus dem 13. Jahrhundert


4. Etappenziel: Flüelen UR
Am südlichen Ende des Vierwaldstättersees, zwischen der Einmündung der Reuss und der gewaltigen Bergkette des Rophaien, liegt Flüelen. Besonders imposant ist die 400 Meter hohe Felswand des Axen, der steile Bannwald und das mit Ausbruchmaterial des Gotthard-Basistunnels künstlich aufgeschüttete Reussdelta. Hier findet man die Badeinseln Lorelei und wunderschöne Grillplätze für lauschige Sommerabende.

Flüelen und die Bergkette des Rophaien
Blick auf den Vierwaldstättersee
Beim Reussdelta
Abendstimmung bei den Badeinseln Lorelei



5. Etappenziel: Küssnacht am Rigi SZ
Am nordöstlichen Arm des Vierwaldstättersees liegt Küssnacht am Rigi, eine schöne Gemeinde im Herzen der Schweiz. Und genau hier findet man noch heute die historische Stätte, in welcher Wilhelm Tell 1307 den habsburgischen Landvogt Hermann Gessler erschossen haben soll. Dank Spendensammlungen konnte die Hohle Gasse bis heute erhalten werden und wurde 2004/2005 sogar mit einem behindertengerechten Weg ergänzt. Am oberen Ende der Hohlen Gasse steht die Tellskapelle aus dem Jahre 1638, welche unter dem Vordach Gesslers Tod auf einem Gemälde zeigt.

Tellskapelle am Ende der Hohlen Gasse
"Durch diese hohle Gasse muss er kommen. Es führt kein anderer Weg nach Küssnacht."


6. Etappenziel: Sisikon UR
Sisikon, das Tor zum Kanton Uri, liegt direkt am Vierwaldstättersee und ist Standort der Tellskappelle an der berühmten Tellsplatte. Gemäss Sage gelang Wilhelm Tell hier die Flucht, nachdem er in Altdorf in Ketten gelegt wurde und nach Küssnacht am Rigi in die Burg von Hermann Gessler hätte gebracht werden sollen. Die 1879/1880 erbaute Kapelle ist über ein paar Stufen gut erreichbar und zeigt vier Fresken der Tell-Sage: Apfelschuss, Tellsprung, Gesslers Tod in der Hohlen Gasse und den Rütlischwur.

Tellskapelle bei der Tellsplatte
Freske "Der Tellsprung"
Blick in die Tellskapelle


Alles in allem eine tolle Urlaubswoche mit viel Schweizer Geschichte. Eigentlich hätte ich diese Tour schon viel früher machen sollen, aber irgendwie findet man ja immer Gründe, den Urlaub im Ausland zu verbringen, statt sich die Sehenswürdigkeiten im eigenen Land anzuschauen. Und eine weitere Erkenntnis: Klassenlager sind im Erwachsenenalter eine wirklich interessante Erfahrung. Man fühlt sich neben 14-jährigen Schülern automatisch alt, kann der heranwachsenden Generation beim Nachtessen, am Lagerfeuer oder auf den Arbeitsplätzen im Wald jedoch etwas mit auf den Weg geben und alle Freiheiten geniessen.


Freitag, 1. August 2014

Meine Schweiz. Meine Heimat.

Sie ist nicht gross, aber für mich grenzenlos.
Und passend zum heutigen Nationalfeiertag eine Kolumne vom Zürcher Seidenkönig Andi Stutz.
Happy Birthday, Schweiz!


Ich liebe sie so.

Seit ich denken kann, ist sie in meinem Kopf, meinem Herzen und meinem Bauch.
Ich liebe sie so.

Sie ist klein, aber nicht zierlich.
Ihre Rundungen schreien zum Himmel, ihre Falten gehen tief.
Sie hat Ecken, Kanten, schwarze Flecken auf der weissen Weste.
Sie ist Abenteuer pur.

Ist das schön?
Das ist grässlich.
Nur – ich liebe sie so.

Sie umarmt gern pralle Geldsäcke.
Sie ist schnippisch, kalt und selten charmant.

Macht mich das heiss?
Im Gegenteil.
Trotzdem – ich liebe meine Schweiz.

In diesem Land kann man wider Mächtige protestieren, ohne tot im Morgenrot zu liegen.
Verschiedenste Parteien mauscheln obszön um die Wette.
Sie werden nicht verboten.
Priester unterschiedlichster Religionen predigen Friede, Freude, Eierkuchen.
Sie werden nicht erschossen.
Man kann küssen, wen man küssen möchte.
Kein Gefängnis winkt.
Die Kinder gehen zur Schule.
Kranke finden meistens einen Arzt.
Hunger haben wenige.
Unternehmertum wird gelegentlich gefördert.
Ideen können zur Innovation in Forschung und Lehre reifen.
Gut finden muss ich die Schweiz nicht unbesehen.
Dick aufgetragener Patriotismus widert mich an.
Aber dieses Land ist in meinem Kopf, meinem Herzen und meinem Bauch.
Ich liebe es so.

Donnerstag, 1. August 2013

1291 - Ehre wem Ehre gebührt

722 Jahre jung, happy birthday Schweiz, heute wird gefeiert (obwohl mir der gestrige Abend noch in den Knochen steckt)!

Mittwoch, 1. August 2012

Viva Helvetia!

Herzlichen Glückwunsch, schönstes Land der Welt! Heute zelebrieren wir Eidgenossen unseren Nationalfeiertag... und sind stolz auf das Erreichte!

Donnerstag, 5. April 2012

MiH meets St. Gallen

Ich habe ja schon viel erlebt, privat wie beruflich. Aber der Tag gestern war wirklich einer derjenigen, den man nicht vergisst. Selten so viel Neues erfahren, selten eine Schweizer Stadt so genau kennengelernt und selten so gut gegessen.



St. Gallen ist wirklich kein Ort, den man einfach so besucht. Entweder interessiert man sich für Wandermönche, hat mit Textilien zu tun oder wird eingeladen. In meinem Fall führte mich eine Einladung in die Ostschweiz und ich muss sagen, ich bin positiv überrascht. Gallusstadt ist klein, aber fein und das Restaurant Am Gallusplatz bietet A) einen aussergewöhnlichen Weinkeller und B) eine aussergewöhnliche Küche. Sagenhaft, meine Damen und Herren,... sagenhaft! So etwas macht richtig Spass!

Dienstag, 13. März 2012

Snapshot - gephotoshopt

Hier mal ein aktueller Snapshot aus meiner Heimat: Die Häuser im Vordergrund zeigen den Osten von Bern, der Steinhaufen im Hintergrund nennt sich Alpen. In der Bildmitte trohnen majestätisch Eiger, Mönch und Jungfrau in einer faszinierenden Welt des ewigen Schnees.




[Nachtrag um 23.08 Uhr: So kann ein Alpenpanorama aussehen, nachdem jemand die Finger im Spiel hatte. Und dabei spielt es keine Rolle, ob die Finger mit einem totalen Fehlkauf bepinselt sind. Richtig,... ich rede von Nakura, die hat freundlicherweise und ohne Ansprüche mein Foto durch den Photoshop gejagt und die hässlichen Ränder weggemacht. Vielen Dank! In meiner Designabteilung ist übrigens eine Stelle frei...]


Dienstag, 15. November 2011

Schweiz für Anfänger

Nachfolgende Erklärungen stehen in dieser Form tatsächlich in einem Deutschen Reiseführer:

Allgemeines:

  • Wenn die Welt untergeht heisst das noch lange nicht, dass das die Schweiz auch betrifft. Sie wollen nämlich mit dem Rest der Welt nichts zu tun haben.
  • Ironie und schwarzer Humor wird im Zweifelsfalle eher gar nicht verstanden. Darum sicherheitshalber immer wieder erklären, dass es "nur als Spass gemeint" war.
  • Schweizer lachen niemals über Schweiz-Witze oder über sich selbst. Sollten Sie also mal einen Witz erzählen, so tauschen Sie immer das Wort "Schweizer" gegen "Österreicher" aus.

Sprache:

  • Der 'Deutschschweizer Dialekt' als Ganzes ist mit dem Hochdeutschen etwa so eng verwandt wie ostfriesisches Platt mit der niederbayerischen Mundart.
  • Die Pflicht, sich im Auto anzuschnallen, heisst Gurtenobligatorium.
  • Die Ständerlampe ist eine Stehlampe und keine Genitalbeleuchtung.
  • Lassen Sie bleiben, was Sie zu beherrschen glauben, klingt in Schweizer Ohren übel: Grützi, grüüzi oder grüzzi! Bleiben Sie bei 'Guten Tag', bis Ihnen jemand für Ihr Grüäzi die Prüfung abgenommen hat. Oder wenden Sie den Verschlucktrick an und sagen Sie ~-zi. Das machen auch viele Schweizer so.
  • Ein Harass ist kein Schäferhund, sondern eine Getränkekiste.
  • Wenn von einem Mödeli Anke die Rede ist, so ist kein Mädchen namens Anke gemeint, sondern ein Stück Butter.
  • Und wer Sie fragt, ob Sie ein Zältli möchten, der will Ihnen keine kleine Campingausrüstung aufschwätzen, sondern ein Bonbon anbieten.
  • Chriesi sind keine Krisen, sondern Kirschen.
Bluffen:
  • Bestellen Sie in einer Kneipe (Schpunte, Beiz, Chnelle) ein Tschumpeli Dohl. Das Risiko dürfte sich lohnen. Wenn alles glatt läuft, bekommen Sie ein Gläschen Rotwein (Dôle).
  • Erwarten Sie nicht zu viel, wenn Sie eine Stange bei der hübschen Bedienung bestellen, sie bringt Ihnen dann doch nur ein Bier.
  • Wenn Sie in der Schweiz ein Müsli bestellen, grinsen Ihre Gastgeber in sich hinein, denn Sie scheinen eine kleine Maus verspeisen zu wollen. Die in der Schweiz von Dr. Bircher entwickelte Frucht-Joghurt-Flockenmischung ist hierzulande nämlich ein Müesli. Schmeckt keinem, doch alle essen es.
  • "spargeln" ist in der Schweiz kein Verb (ich habe gespargelt), sondern schlicht die Mehrzahl von Spargel, wie sie in Deutschland nicht existiert.

Telefonieren:

  • Die putzigste Eigenart des Schweizers beim Telefonieren: Wie kurz auch immer Ihr Schweizer Telefonpartner das Gespräch unterbrechen muss, er wird es mit diesen Worten wiederaufnehmen: 'Sind Sie noch da?' Antworten Sie mit einem schlichten 'Ja', und wundern Sie sich nicht. Es ist nun einmal eine Redensart am Telefon, und die ironische Antwort: 'Nein', Sie hätten sich gerade eben in Luft aufgelöst, würde Ihren Gesprächspartner nur unnötig befremden.
  • Wenn ein Engländer Sie mit 'How do you do?' begrüßt, erklären Sie ihm ja auch nicht, wie Sie es am liebsten treiben. Ebenfalls geht der Verabschiedung - vorallem in Berner Regionen- immer ein gedehntes Aaauusoo voraus und deutet somit an, dass der Gesprächspartner das Telefonat beenden möchte.
  • Wenn die Schweizer jemanden anrufen, dann "machen" sie ein "Telefon": "I ha geschter no ä huufe telefon gmacht" (Ich habe gestern noch viele Anrufe getätigt).
  • Wenn man jemanden darauf hinweist, dass man sich wieder telefonisch meldet, wird ein "telefon gegeben": "I gib dr de später no es telefon" (Ich ruf dich dann später nochmal an).

Einkaufen:

  • Für die Papiertüte im Supermarkt müssen Sie 30 bis 50 Rappen bezahlen. Das ist kein hinterhältiger Angriff auf Ihren Geldbeutel, sondern eine erzieherische Massnahme, um die Wegwerfgesellschaft zu bekämpfen. Wenn Sie also einen Schweizer mit einer leeren Papiertüte antreffen, ist er vermutlich auf dem Weg zum Einkauf.

Freitag, 5. August 2011

Der Kluge reist im Zuge...

... und spart mit dem Tarif der Deutschen Bahn (Strecke: Bern - Studiumsstadt - Bern) satte 8 % gegenüber den Schweizerischen Bundesbahnen! Das sind immerhin zehn Einheiten der weltstärksten Währung oder eine kleine Zwischenverpflegung im ICE. Hach,... Schweizer zu sein ist wirklich ein Privileg!

Mittwoch, 3. August 2011

Als sie noch Jungfrau war...!

Oha,... heute vor 200 Jahren wurde sie das erste Mal bestiegen,... die Jungfrau (mit 4'158,2 M.ü.M. der dritthöchste Berg der Berner Alpen) im Berner Oberland. Ganz früher hiess sie "Jungfrauenberg", aber wie auch immer. Sie ist eine Wucht, vermittelt Heimatgefühle, strahlt Ruhe aus und kassiert hin und wieder einen Bergsteiger, der auf ihr rumtrampelt.

So what, she's a mountain and not a virgin anymore!

Montag, 1. August 2011

Nationalfeiertag

Nach der Stadttour verbringt man einen Nationalfeiertag am Besten auf dem Lande,... dort wo sich Stier, Kuh und Kalb noch gute Nacht sagen. Das nachfolgende Bild zeigt ein Prachtsexemplar der Rasse "Scottish Highland Cattle". Einige Frauen kamen aus dem Staunen nicht mehr raus,... aber Schottische Hochlandrinder sind in unseren Breitengraden wirklich selten.



Zu vorgerückter Stunde der Blick vom Kiesental (das Tor zum Emmental) in Richtung Bern. Eine sehr malerische Landschaft,... ruhig, grün und friedlich.



Um 22:30 zündete die Stadt Bern auf dem Hausberg Gurten (858 m.ü.M.) das offizielle Feuerwerk in sieben Bildern. Vom gegenüberliegenden Rosengarten (Park, Gartenanlage und Aussichtspunkt) hatte man eine ausgezeichnete Sicht.

Kinderspass



Das Wasserspiel auf dem Bundesplatz begeistert vorallem die kleinen Schweizer und ist eine willkommene Abkühlung.

Inside Bundeshaus



Alles etwas verstaubt hier, aber sonst ganz okay.

Pro Patria



Offene Türen im Bundeshaus und somit Pflichttermin für einen richtigen Eidgenossen! Neben National- und Ständesratssaal kann man auch die Kuppel- und Wandelhalle besichtigen. Und kostenlose Schokolade soll's auch geben. So muss das sein!

Zum 720. Geburtstag...

... alles Gute, liebe Schweiz! Heute Abend lassen wir die Korken und Böller knallen - versprochen! Und der passende Vulkan mit Goldblüten-Effekt inkl. Wechsel auf Silber steht auch schon bereit. Auf Dein Wohl!


Freitag, 22. April 2011

Tiefblau...

... und glasklar präsentiert sich der Blausee bei schönstem Frühlingswetter. Ein herrlicher Flecken Erde...! Irgendwie schätzt man manchmal zu wenig, was man direkt vor der eigenen Haustüre findet.

Sonntag, 1. August 2010

Happy birthday, liebe Schweiz!

oder Sprach-Irrsinn zum Geburtstag.

Die Schweizerische Eidgenossenschaft wird heute 719 Jahre alt. Grund genug zu feiern und sich nebenbei auch für die Gleichstellung von Mann und Frau einzusetzen. Die Stadt Bern hat neue, geschlechterneutrale Texte formuliert und diese in einem 22-seitigen Sprachleitfaden festgehalten. Dieser ersetzt zum Beispiel das Wort "Fussgängerstreifen" mit "Zebrastreifen", weil mit "Fussgängerstreifen" nur die Männer gemeint sind. Weitere Wörter sind:

Anfängerkurs -> Grundkurs
anwenderbezogen -> anwendungsbezogen
Benutzerhandbuch -> Bedienungshandbuch
Mitarbeitergespräch -> Beurteilungsgespräch
Einwohnerbefragung -> Bevölkerungsbefragung
Führerausweis -> Fahrausweis
Mannschaft -> Team, Gruppe
kundengerecht -> entspricht den Wünschen der Kundschaft
...

MiH reibt sich verwundert die Augen und fragt sich, ob die Politiker/innen keine dringendere Aufgaben haben. Wie wäre es mit konkreten Lösungen in Sachen Lohngleichheit, Betreuungsangebote für alleinerziehende Eltern, Schuldenabbau, mehr Sicherheit,...! Aber nein, die rot-grüne Regierung verschleudert lieber Steuergelder für Schwachsinn, den doch wirklich niemand braucht.

Frauen, die sich heute durch die Sprache benachteiligt fühlen, leiden irgendwie an Minderwertigkeitskomplexen und Persönlichkeitsproblemen. Oder wie der US-amerikanische Schriftsteller Charles Bukowski einmal sagte: "Feminismus exisitert nur um hässliche Frauen in die Gesellschaft zu integrieren".

Frage am Rande: Was wird jetzt aus "BSC Young Boys"? Heisst der neu "BSC Young Ballplayers"?