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Montag, 16. April 2018

The Dolder Grand - Ankommen, ausruhen, geniessen

Vergangenen Freitag durfte ich Geburtstag feiern und wurde zur Feier des Tages von meiner Frau mit einem romantischen "Weekend for Two" im The Dolder Grand überrascht. Dieses 5-Sterne Luxushotel am Westhang des Adlisbergs verwöhnt seine Gäste mit perfektem Service, stilvoll eingerichteten Zimmern/Suiten, erstklassigen Restaurants (14/18 Gault-Millau Punkte, 2 Michelin-Sterne) und eine der exklusivsten Wellness-Anlagen der Schweiz. Alles in allem eine perfekte Geburtstagsüberraschung, die ich mit meiner Frau (ohne Kinder!) zelebrieren und geniessen durfte - nochmals vielen herzlichen Dank!!!

Doppelzimmer Deluxe im neuen Gebäudeflügel
Willkommens-Champagner zur Feier des Tages
Stilvolle Einrichtung im Doppelzimmer Deluxe und Balkon mit Südsicht
Wellnessoase im Zimmer 
Balkon mit Blick auf den Zürichsee und die Alpen
Eingang zum Dolder Grand Spa
Whirlpool mit Aussicht
Nach Ruhe und Erholung im erstklassigen Spa widmeten wir uns der Kulinarik und suchten den reservierten Tisch im Restaurant Saltz (14 Gault-Millau Punkte) auf. In gemütlichem Ambiente genossen wir anschliessend ein schnörkelloses 3-Gänge Menü und schlürften Bollinger Brut, bevor wir den Abend in der Dolder Grand Bar mit Live-Pianomusik und zahlreichen Cocktails ausklingen liessen.

The Dolder Grand by night
Vorspeise: Spinat-Kokosnuss Crèmesuppe mit Eden Garnele

Hauptgang: Ibérico de Bellota Bäckchen mit Coco Bohnen, Beluga Linsen und Pommery Senf

Schokoladen-Haselnuss-Kaffee Barren mit Baileys Eis
Kunst in der Lobby
Vesper in der Dolder Grand Bar

Montag, 5. Februar 2018

Japanese Cotton Cheesecake

Schon öfters bin ich bei Instagram über den Japanese Cotton Cheesecake von Uncle Rikuro aus Osaka gestolpert und jedes Mal hat mich dieses fluffige, leichte und souffleartige Gebäck aus Fernost fasziniert.



Grund genug, im Internet nach dem Rezept zu suchen. Bei Bake to the roots wurde ich rasch fündig, wobei dies meines Erachtens nicht das Originalrezept sein kann. Für einen weiteren Versuch tendiere ich in Richtung von The Bonding Tool oder SugaryWinzy, welche beide weniger Frischkäse einsetzen und auf Cream of Tartar (Weinstein, z.B. Alnatura Backpulver Reinweinstein) und Corn starch (Speisestärke, z.B. Maizena) setzen, was die Triebkraft und Luftigkeit des Gebäcks zusätzlich optimieren wird.

Zutaten
400 g Frischkäse (Philadelphia Doppelrahm)
50 g Zucker
60 g weiche Butter
6 Eier (L), getrennt
200 g Vollrahm, Zimmertemperatur
2 TL Zitronensaft und etwas Zeste
80 g Weissmehl (Type 405)
100 g Zucker
Puderzucker zum Bestäuben

Backutensilien
Handrührgerät oder Küchenmaschine
24 cm Springform
Backpapier
Alufolie
Tiefes Backblech

Zubereitung
Backofen auf 160°C (Umluft) vorheizen. Eine 24 cm Springform einfetten, mit Backpapier auslegen (das Backpapier sollte mindestens 5 cm über den Rand der Form hinausragen) und in 3-4 Lagen Alufolie einwickeln (die Springform kommt später in ein tiefes Backblech, das mit kochendem Wasser gefüllt ist).



Eier trennen. In einer grossen Schüssel den Frischkäse mit 50 g Zucker bei mittlerer Geschwindigkeit verrühren, bis sich alles gut verbunden hat. Die weiche Butter in kleinen Stücken zugeben und gut unterrühren. Eigelb, Vollrahm, Zitronensaft sowie Zeste beigeben und alles zu einer glatten Masse rühren. Mehl in die Schüssel sieben und gut verrühren.

In einer zweiten (fettfreien) Schüssel das Eiweiss bei mittlerer Geschwindigkeit locker aufschlagen. Geschwindigkeit erhöhen und 100 g Zucker langsam beifügen. Auf höchster Stufe für etwa 3-4 Minuten aufschlagen, bis eine dicke, glänzende Baisermasse entsteht. Etwa 1/3 davon abnehmen und vorsichtig unter die Frischkäsemasse rühren, dann die restliche Baisermasse sehr vorsichtig unterheben – es sollte möglichst wenig Volumen verloren gehen. In die vorbereitete Springform füllen und die Oberfläche glatt streichen. Damit Luftblasen entweichen können, die Springform ein bis zwei Mal auf die Arbeitsfläche fallen lassen.



Die Springform in ein tiefes Backblech (oder Backform) stellen und +/- 2,5 cm kochendes Wasser einfüllen. Blech in der Mitte des Backofens platzieren und für etwa 55 Minuten bei 160°C backen. Danach die Temperatur auf 150°C reduzieren und weitere 30 Minuten backen. Backofen ausschalten und den Kuchen für weitere 15 Minuten bei geschlossener Türe stehen lassen. Die Ofentüre dann einen Spalt weit öffnen und weitere 15-20 Minuten warten, danach kann der Cotton Cheesecake herausgenommen und auf einem Kuchengitter in der Form komplett abgekühlt werden.



Vor dem Servieren vorsichtig aus der Form lösen, mit Puderzucker bestäuben und geniessen.



Sonntag, 26. Februar 2017

Lievito Madre - Ich erschuf Leben!

Hin und wieder stelle ich mich in der Küche neuen Herausforderung, da mich die Arbeit mit frischen Lebensmitteln entspannt und, sofern die Umsetzung gelingt, echten Genuss bietet.

„Wer geniesst, ist nie einsam. Man ist immer in Begleitung der Freude und der Sinnlichkeit. Und am Schluss gesellt sich noch die Zufriedenheit dazu.“

In Sachen Backen bin ich jedoch ein echtes Greenhorn,... zu unerfahren, zu ungeduldig und irgendwie zu phantasielos. Gerne überlasse ich die Herstellung von frischen Backwaren anderen Menschen, beispielsweise meiner Frau, die sich als echtes Improvisationstalent erweist oder Boumbelle, eine Künstlerin der Kulinarik, die aus frischen Zutaten unglaubliche Dinge zaubert.

Als ich vor ein paar Wochen bei Claudio Del Principe jedoch den Beitrag „Laib und Seele“ las, fand ich meine ganz persönliche Back-Herausforderung: Ein richtig gutes Brot, basierend auf einem Lievito Madre (Weizensauerteig nach italienischem Vorbild).




Um Nichts dem Zufall zu überlassen, hielt ich mich bei der Herstellung des Lievito Madre penibel an die Vorgaben von Claudio. In der Küche liess ich einen heimischen Apfel aus der Region bei Raumtemperatur reifen, bis er süsslich duftete und eine ledrige Haut hatte (diesen musste ich mehrfach hart verteidigen, da Frau, Schwiegermutter und Putzfrau das "schrumpelige" Ding dem Biomüll zuführen wollten). Nach knapp 14 Tagen schnitt ich den Apfel in grobe Schnitze, entfernte das Kerngehäuse, bedeckte ihn mit Wasser (Evian) und liess ihn in einer Schüssel (abgedeckt) 48 Stunden fermentieren.
"Bereits dieser erste Schritt ist ein kleines Wunder: Mikroorganismen wandeln organische Stoffe in eine süssliche, leicht alkoholische Lösung um und schaffen die perfekte Grundlage für den Lievito Madre."

Im zweiten Schritt ging es an den Aufbau bzw. die Fütterung. Hierfür goss ich 100 g Apfelwasser ab, mischte es mit 100 g Vollkornmehl und liess den Lievito Madre abgedeckt (mit perforierter Klarsichtfolie) während 12 Stunden bei 26 Grad reifen. Standort und Temperatur sind für die Entwicklung bzw. das weitere Überleben der Lievito Madre wichtig und entscheidend. Ist es zu kühl (unter 24 Grad), werden die Hefebakterien nicht aktiv, ist es zu warm (über 28 Grad), sterben diese ab. Ideale Bedingungen fand ich in der Ecke des Wohnzimmers, wo Bodenheizung und zwei Korkunterlagen für ein konstantes Klima sorgten. Nach den ersten 12 Stunden hatte sich das Volumen meiner Lievito Madre bereits verdoppelt und kleine Bläschen waren sichtbar. Stolz erfüllte Raum und Mensch!





So ging es die nächsten drei Tage weiter. Alle 12 Stunden fütterte ich den Lievito Madre mit 50 g Wasser und 50 g Vollkornmehl. Nach gut 60 Stunden war das zweite Wunder vollbracht: Ich erschuf eine Mutterhefe, die sich prächtig entwickelte und nach Leben roch. Voller Vorfreude schrieb ich Claudio und bat um seine Expertenmeinung.





Die erste Hürde war also geschafft, ich hatte den Segen des Experten und die perfekte Grundlage für ein Pane Pugliese con Lievito Madre. Nun geht es an's Backen... und darauf freue ich mich. Vorerst muss ich mir aber noch die korrekte Ausführung der Formgebung aneignen, da der hohe Wassergehalt es für Brotbackneulinge wie mich nicht einfach macht, das Brot überhaupt in Form zu bringen. Aber Claudio wäre nicht Claudio, wenn er hierfür keinen Tipp hätte. An dieser Stelle vielen Dank!!!



Dienstag, 1. September 2015

New York Cheesecake

Letzte Woche sah ich irgendwo im TV ein New York Cheesecake mit Sour Cream Topping (nach Rezept der Cheesecake Factory) und irgendwie liess mich der Gedanke an diesen Klassiker der gepflegten US-Hausfrauenküche nicht mehr los. Ich wünschte mir sofort ein grosses Stück auf dem Teller und wollte meinen Gaumen mit der cremigen Füllung verwöhnen,... nur war weit und breit kein New York Cheesecake aufzutreiben.

So machte ich mich am Samstag auf den Weg zum Detailhändler meines Vertrauens und fand auf Anhieb alle Zutaten für mein erstes homemade New York Cheesecake: Vollkornbiscuits, Butter, Zucker, Philadelphia Frischkäse (Doppelrahmstufe), Mehl, Crème fraîche (Sauerrahm), Vanilleextrakt, grosse Eier und eine Bio-Zitrone - that's it!

Bastelkit für ein New York Cheesecake

Als allererstes muss man den Backofen auf 180 °C (Umluft) vorheizen, bevor man sich hingebungsvoll einer passenden Springform (26 cm) widmen kann. Diese muss ordentlich eingefettet und anschliessend mit Alufolie vollständig eingepackt werden, da ein New York Cheesecake im Wasserbad ausgebacken wird, um unschöne Risse auf der Oberfläche zu verhindern.

Gefettete und eingepackte Springform

Für den Cheesecake Boden braucht man 12 - 15 Vollkornkekse ohne jegliche Zusätze wie beispielsweise Honig oder Zimt (ich habe mich für Original McVities Digestives Biscuits entschieden), 90 ml geschmolzene Butter, 30 g Zucker und 1 Prise Salz. Die Biscuits werden im Mixer zerkleinert und anschliessend mit der Butter, dem Zucker und einer Prise Salz zu einer klebrigen Krümmel-Masse verrührt.

Die perfekte Grundlage für den Cheesecake Boden

Anschliessend wird diese Krümmel-Masse in der Springform gleichmässig verteilt (am Rand ruhig etwas hochziehen) und richtig festgedrückt. Mit einem grossen Glas funktioniert das wunderbar und geht recht fix. Bevor der Boden während 15 Minuten bei 180 °C gebacken wird, muss er kurz in den Kühlschrank und fest werden.

Cake base ready for the fridge...

... and after 15 minutes in the oven.

Für die Cheesecake Füllung braucht es eine grosse Schüssel, in welcher 1'575 g Philadelphia Frischkäse während ca. 5 Minuten zu einer fluffigen Masse verrührt werden. Dies funktioniert mit einer Küchenmaschine am besten, ein Handrührer und etwas Geduld tun es aber auch.

So sieht 1'575 g fluffiger Frischkäse aus

Während die Frischkäsemasse vor sich hinrührt, kann man in einer zweiten Schüssel locker 430 g Zucker mit 70 g Mehl vermengen und diese Stück für Stück zum Frischkäse beigeben. Danach kommen 240 ml verrührter Sauerrahm, 7 ml (ca. 2 EL) Vanilleextrakt, 5 grosse Eier (immer nacheinander) sowie der Abrieb einer Zitrone hinzu. Die Eier werden nur noch locker untergehoben und keinesfalls geschlagen. Das Ergebnis ist eine cremige Füllung, die bereits jetzt ausserordentlich gut schmeckt.

Die fertige, leicht flüssige Cheesecake-Füllung

Die Füllung gibt man nun auf den ausgebackenen, vollständig ausgekühlten Boden, stellt die Springform anschliessend auf ein tiefes Backblech oder in einen Bräter und schiebt dieses in die Mitte des vorgeheizten Ofens.

Der New York Cheesecake ist bereit für den Ofen

Nun giesst man kochendes Wasser in das Backblech oder den Bräter und lässt das Cheesecake während 45 Minuten bei 180 °C backen. Danach die Hitze auf 160 °C reduzieren und während 30 Minuten weiterbacken (ggf. Wasser nachfüllen, damit an der Oberfläche des Kuchens keine Risse entstehen). Nach diesen 30 Minuten darf sich das Cheesecake ausruhen und für eine Stunde bei halboffener Backofentüre im Ofen bleiben.

Nach 45 Minuten bei 180 °C (Umluft)

Für das Topping werden 240 ml Sauerrahm mit 30 g Zucker und 3 ml Vanilleextrakt verrührt und anschliessend auf dem noch warmen Cheesecake glatt gestrichen. Nun schiebt man das Cheesecake nochmals für 10 Minuten bei 110 °C in den Ofen und lässt es danach auf einem Gitter vollständig auskühlen. Idealerweise stellt man das Cheesecake für mindestens 8 Stunden (idealerweise über Nacht) in den Kühlschrank, bevor man es anschneidet und serviert.

Der New York Cheesecake mit Sour Cream Topping

Here it is,... ein Original New York Cheesecake mit Sour Cream Topping!!! Herrlich cremig, wunderbar frisch und extrem lecker! Tipp: Bevor man das Cake aus der Springform nimmt, sollte man mit einem scharfen Messer am Rand entlang schneiden, damit es sich besser löst und nicht kaput geht. Und das Anschneiden der Kuchenstücke geht am besten, wenn man ein grosses Messer vorher kurz in heisses Wasser eintaucht.

Homemade New York Cheesecake mit Sour Cream Topping - Genuss pur!

Montag, 15. Dezember 2014

Sandwich à la Truffe fraîche

Per Zufall entdeckte ich letzte Woche im Globus ***delicatessa das Sandwich à la Truffe fraîche nach einem Rezept vom französischen Sternekoch Michel Rostang. Eine Delikatesse für Feinschmecker, Trüffelliebhaber und Menschen mit dicker Geldbörse für den kleinen Hunger!

Ich bin grundsätzlich gerne bereit, mein hart verdientes Geld für qualitativ hochwertige Produkte oder exklusive Erlebnisse auszugeben,... ABER bei einem Verkaufspreis von knapp CHF 100.- für ein Sandwich (EIN SANDWICH!) wird meine persönliche Schmerzgrenze überschritten! Daher stillte ich meinen Heisshunger auf das "edelste Sandwich der Welt, dass man mindestens einmal im Leben genossen haben muss" mit einem kleinen Versuchshäppchen und dackelte mit einem Plan im Kopf (und Hunger im Bauch!) davon!    

Verführerische Präsentation bei Globus ***delicatessa
Zu Hause berichtete ich meiner Frau von dieser lukullischen Erfahrung und versprach, es am Wochenende in Eigenregie herzustellen. Selbstverständlich in einer Menge, die für vier Personen ausreicht und zu einem Glas Moët Ice kredenzt werden kann.

Die Einkaufsliste für das edelste Sandwich der Welt ist sehr übersichtlich. Es braucht lediglich ein frisches Sauerteigbrot, gesalzene Butter und frischen schwarzen Périgord-Trüffel.

Ein Hobel und drei Zutaten - that's it!


Beim Brot lohnt es sich wirklich, ein Sauerteigbrot zu verwenden, da die vielen Geruchs- und Geschmacksstoffe dem Sandwich ein ganz besonderes Aroma verleihen. Das Sauerteigbrot wird in dünnen Scheiben aufgeschnitten und grosszügig mit gesalzener Butter bestrichen. Danach heisst es "Wo gehobelt wird, fallen Trüffel-Späne". Hobeln Sie den Trüffel in gewünschter Dicke direkt auf die Brotscheiben und legen Sie danach zwei zusammen. Das Ganze packen Sie nun in Frischhaltefolie und legen es in den Kühlschrank. Für das beste Ergebnis empfiehlt Michel Rostang zwei Tage, aber wer hat schon zwei Tage Zeit, wenn er solche Zutaten im Haus hat?! 

Der Trüffel wird nach Herzenslust direkt auf's gesalzene Brot gehobelt.


Vor dem Servieren kommen die Sandwiches bei 140 Grad in den Backofen und werden auf beiden Seiten goldbraun (2 - 4 Minuten) getoastet. Sie werden beim Zuschauen begeistert sein, denn die Duftentwicklung von getoastetem Sauerteigbrot und zartschmelzender Trüffelbutter ist zum Niederknien!

Dabei bleiben lohnt sich, das Brot soll nur goldbraun werden!


Die noch warmen Sandwiches aufschneiden und zu einem Glas Champagner geniessen. Bon appétit!

Voilà,... das edelste Sandwich der Welt aus der eigenen Küche!

Montag, 27. Oktober 2014

Homemade Kürbisketchup

Wenn man zu Hause ein paar Kürbisse und Tomaten rumliegen und durch die Umstellung von Sommer- auf Winterzeit 60 Minuten gewonnen hat, kann man schon mal auf die Idee kommen, sich dem Thema "Homemade Ketchup" zu widmen. Dieser würzige Klassiker geht ja irgendwie immer und insbesondere jetzt - kurz vor Halloween - kann ich mir ein Kürbisketchup wunderbar zu gegrillten Fleisch- und Wildgerichten oder herzhaften Burgern vorstellen.

Zutaten:
  • 600 g Kürbis
  • 400 g Tomaten
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 TL Ingwer
  • 1 TL Curry (scharf)
  • 1 TL Chili
  • 1 TL Salz
  • 70 g Zucker
  • 70 ml Balsamico Bianco (Weissweinessig)

Die Zubereitung ist denkbar einfach und innerhalb 60 Minuten erledigt:

Kürbis und Tomaten grob würfeln, Zwiebeln und Knoblauchzehen klein schneiden, Ingwer abreiben und zusammen mit Curry, Chili, Salz, Zucker, Balsamico Bianco und 100 ml Wasser auf kleiner Flamme 45 Minuten zugedeckt einkochen.

Nach 45 Minuten riecht es in der Küche schon sehr verführerisch.

Die eingekochte Masse im Mixer pürieren und wieder in den Topf füllen, nach Gusto abschmecken und offen einköcheln, bis es schön eindickt.

Das Kürbisketchup noch heiss in eine sterilisierte Flasche füllen und kühl stellen. Im Kühlschrank sollte sich das Ketchup gut drei Wochen halten.

So,... und jetzt muss ich mal schauen, wann ich Zeit für einen Homemade Pulled-Pork-Burger finde, denn dazu kann ich mir das Kürbisketchup, mit seiner leichten Süsse und angenehmer Säure, echt gut vorstellen.

Freitag, 28. März 2014

Mehr als Sushi und Sashimi

Gestern Abend hatte ich das Vergnügen, im Sala of Tokyo zu speisen... und Kinder, da scheint einem die Sonne aus dem Arsch! Ohne zu übertreiben behaupte ich, dass dieses unscheinbare Restaurant im Kreis 5 mit Abstand der beste Japaner ausserhalb Japans ist. Ich bin zwar kein Gastrokritiker oder Experte für die japanische Küche, aber neun Gänge (Tokubetsu-Kaiseki Dinner), sechs Sake, vier Umeshu und zwei Sapporo können nicht täuschen - es war saulecker!

{Otoshi & Zensai, Sashimi, Agemono, Yakimono, Misoshiru und Sunomono}


{Shake, Onikuriyori, Nigiri- und Makizushi, Sake, Ume-Sorbet und Umeshu}


Sollten Sie also mal in Zürich sein und Lust auf Japanisch haben - reservieren Sie einen Tisch im Sala of Tokyo, es lohnt sich!

Dienstag, 26. November 2013

Über die Wichtigkeit der eigenen Hausbar

Der eigenen Hausbar sollte man IMMER genügend Beachtung schenken,... aber in der kalten Jahreszeit vielleicht noch ein paar Promille mehr als sonst. Weshalb? Na ja,... überlegen Sie mal, was Sie alleine wegen und während Weihnachten in sich hineinschütten, damit Sie diese Tage unbeschadet und mit einem Lächeln im Gesicht überstehen. Sehen Sie... und genau deshalb sollte man sich frühzeitig um den Bestand kümmern und sicherstellen, dass es genügend Reserven hat. Hierfür eignet sich die Vorweihnachtszeit besonders gut.

Ich habe letztes Wochenende, zwischen Adventskranz, Kerzen und Weihnachtsschmuck, damit angefangen.... und bin - das gebe ich offen zu - als Marketingopfer relativ schnell und einfach zu überzeugen. Ein ansprechender Verkaufsstand, eine offene Degustation und ein guter Verkäufer mit breitem Fachwissen - et voilà,... schon bin ich bereit, einen Tauschhandel einzugehen! Eigentlich traurig, dass es noch immer viele Firmen gibt, die diesen Tauschhandel komplett falsch angehen,... insbesondere was das Personal betrifft. Was sich hier manchmal als 'Verkäufer/in' oder 'Berater/in' ausgibt, erfüllt streng genommen die Tatbestände absichtliche Täuschung, Betrug und Beleidigung.

Nicht so im Einkaufszentrum meines Vertrauens (hier ist die Welt noch in Ordnung), wo ich letzten Samstag eine kleine Auswahl edler Destillate aus dem Hause Stählemühle, eine mir bis dahin unbekannte Brennerei, kennenlernen durfte. Und ich kann Ihnen eines sagen: Was diese Edelobstbrennerei aus Eigeltingen-Münchhöf kreiert, destilliert, in Flaschen abfüllt und zum Verkauf anbietet, kommt dem göttlichen Weihwasser sehr nahe! Schauen Sie sich mal das Sortiment an (so muss eine Ecke im Paradies aussehen!) und greifen Sie zu, sobald Sie die Gelegenheit dazu haben!

Besonders fasziniert war ich von der Nr. 244, ein Cuvée von Bergamotte und Bourbon-Vanille. Einfach überwältigend,... grandios,... genial,... Science-Fiction in Perfektion!


{Im Glas oder als Verfeinerung eines süssen Desserts - in jedem Fall ein Genuss!}

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Ron Zacapa Centenario XO

Das Schöne an Fernreisen ist immer auch der Gang durch die Duty-Free Shops am Flughafen. In Tel Aviv habe ich mir mit meinem Restgeld einen langersehnten Wunsch für die hauseigene Bar erfüllt und einen Ron Zacapa Centenario XO - Solera Reserva Especial (aus Guatemala) zu einem wirklich fairen Preis erstanden.

Dieser 25 Jahre alte Rum (aus Virgin Cane Honey) wird mithilfe der einzigartigen Sistema Solera-Technik hergestellt, ein Reifeverfahren, das Rums unterschiedlicher Jahrgänge und Charaktere vereint, um sie in verschiedenen Eichenholzfässern auf 2'300 M.ü.M. zu lagern. Die letzte Reifung des Ron Zacapa XO erfolgt in Fässern aus französischer Eiche, in denen zuvor Cognac gelagert wurde. Dank dieser Methode bekommt man ein einzigartiges Destillat mit einer ganz speziellen Note. Als Abschluss eines guten Essens einfach grandios!

{Ron Zacapa Centenario XO, wird bei Kritikern und Fachleuten weltweit als Cognac des Rums bezeichnet. Die Flasche aus französischem Kristallglas wurde speziell für diesen Rum entwickelt.}

Dienstag, 24. September 2013

Gipfeltreffen der Sinne

Beim letzten Sonntagsbrunch kredenzten wir eine Flasche Ruinart Blanc de Blancs, einen Champagner aus dem ältesten noch aktiven Champagnerhaus (gegründet 1729) der Welt. Meine Liebste hat diese Flasche in Form einer speziellen Geschenkbox erworben, welche die Einführung in die Aromatik des Ruinart Blanc de Blancs ermöglicht. Um der aromatischen Reichhaltigkeit des Ruinart Blanc de Blancs neuen Ausdruck zu verleihen, vereinten die bekannte "Nase" Anne Flipo und Kellermeister Frédéric Panaïotis ihren Erfahrungsschatz.

Neben dem Cuvée findet man in der Geschenkbox acht Flakons, welche die Bouquet-bestimmenden Aromen transportieren, ein Büchlein, das einem dabei unterstützt, diese herauszuschmecken und in einer kleinen Schublade Papierstreifen als Träger der einzelnen Aromen. Das Highlight der Geschenkbox ist der neunte und letzte Flakon – die olfaktorische Interpretation des Ruinart Blanc de Blancs.

Es ist eine ganz witzige Erfahrung und ein einzigartiges Erlebnis: Man beginnt damit, jedes der acht Aromen auf einen Papierstreifen aufzusprühen, daran zu riechen und zu versuchen, den Ursprung zu erkennen. Dadurch wird das olfaktorisches Erinnerungsvermögen aktiviert, welches für eines der stärksten gehalten wird. Während einem die meisten Aromen im ersten Moment bekannt vorkommen, ist es tatsächlich gar nicht so einfach, sie konkret und mit Sicherheit zu benennen. Inbesondere die Beziehung zum Bouquet des Ruinart Blanc de Blancs wahrzunehmen und dessen aromatische Komponenten zu identifizieren, ist eine Frage der olfaktorischen Fähigkeit und extrem spannend.