Dienstag, 7. Oktober 2014

Home Sweet Home

Möchten Sie jeden Abend überrascht werden?
Möchten Sie jeden Abend die Haustüre öffnen und nicht wissen, was Sie erwartet?
Möchten Sie jeden Abend das Gefühl haben, in einem neuen Zuhause zu leben?
Möchten Sie jeden Abend etwas verzweifelt liebgewonnene Alltagsgegenstände suchen?
Möchten Sie jeden Abend versuchen zu verstehen, wie die weibliche Logik funktioniert?
Möchten Sie jeden Abend staunend neue Dinge entdecken?
Möchten Sie jeden Abend mit vielen neuen Eindrücken zu Bett gehen?
Möchten Sie jeden Abend dankbar sein, ein abwechslungsreiches Leben zu führen?

Ja?

Es ist ganz einfach!

Verpassen Sie einer Frau mit Pinterest-Account als unerschöpfliche Inspirationsquelle eine grosse Portion Do-it-yourself-Motivation und kombinieren Sie das Ganze mit Kreditkarte und zwei Wochen Urlaub am Stück.
Fertig ist das XXL-Überraschungspaket.
Glauben Sie mir, Weihnachten und Geburtstage sind dagegen langweilige Erlebnisse!!!

Ich weiss, wovon ich rede.
Unsere vier Wände verändern sich zur Zeit im 24 Stunden Rhythmus.
Das ist eine interessante, wenn auch etwas gewöhnungsbedürftige, Erfahrung.
Für mich jedenfalls.
Aber meistens positiv,... spätestens nachdem der erste Schock verarbeitet ist!

Letzten Freitag fing meine Frau das Projekt „Schöner Wohnen“ oder „Ich stelle jetzt alles um!“ an.
Eine Stunde nach Feierabend fand ich mich in einem neuen Wohnzimmer wieder.
Die Couch war immer noch weiss, aber neu.
Wie auch die Zierkissen und Tagesdecken.
Hingegen lächelte mich der gläserne Salontisch durch die grossen Schiebetüren der Terrasse an.
Von aussen.
Spannend!

Am Samstag roch es plötzlich anders.
Irgendwie nach Vanille und Bergamotte.
Aus einem weissen Buddhakopf.
Kann man machen,... den Buddha und den Duft!

Am Sonntag wurde es spontan lebensgefährlich!
Vollbremsung auf der Fahrt von A nach B.
Ich bremse neuerdings auch für Kürbisstände am Strassenrand.
Drei Stück mussten es sein.
Oder ca. 10 Kilo!
Meine Frau mag Blumen, aber keinen Kürbis!
Ich mag beides!
À propos Blumen: Gestern zogen Blumen ein,... viele Blumen!
Und Blumen brauchen...?
Richtig: Vasen!
Jetzt raten Sie mal!

Gestern wurde die Hausbar umgestaltet.
Der gute Stoff präsentiert sich nun in edlen Karaffen.
Und lädt mit exklusiven Kristallgläsern zur Degustation ein.
Gefällt mir, auch wenn ich nach drei Gläsern nicht mehr wissen werde, womit ich meine Festplatte lösche.

Auch im Arbeits-/Lesezimmer wurde geschuftet.
Direkt am Fenster steht ein neues Récamière.
Mit optimalem Leselicht!
Die Bibliothek wurde um ca. 5 Zentner geschriebenes Wort erleichtert.
Das Sideboard ist nach Feng-Shui ausgerichtet.
Der kleine TV bietet nun einen idealen Betrachtungswinkel.
Ich bin gewillt, nun öfters mal zum Buch zu greifen.
Oder Nachrichten zu schauen.
Oder Sport.
Oder...!

Ganz beiläufig wurde ich gestern noch auf leere Umzugskisten angesprochen.
Und überzähliges Geschirr, Gläser, Schüsseln, Töpfe und Pfannen.
Ich schwieg und erfuhr, dass im Keller ca. 30 Kisten stehen.
Volle Kisten.
Zu meinem Leidwesen nicht vom Weinhändler!
Ich schwieg weiter und schielte zur rechten Karaffe.
Dort schlummert meines Wissens ein Single Malt.
Bin mir aber nicht mehr sicher.

Heute Morgen warf ich einen eher zufälligen Blick ins Fitnesszimmer.
Sah für mich eher nach Arbeit, als nach Workout aus.
Ich bin und bleibe gespannt!
Wir haben noch drei weitere Zimmer und sie jede Menge Urlaubstage!

Dienstag, 23. September 2014

Es lebe die Jugend!

Als Zugreisender erlebt man ja allerhand, ganz egal, zu welcher Tages- und Nachtzeit.
Primitiv wird es jedoch dann, wenn man bereits vor 8 Uhr mit einer Schulklasse (+/- 15 Jährige) auf begrenztem Raum zusammengepfercht wird.
Respekt, Vokabular und ein Minimum an Körperhygiene scheint bei Jugendlichen keinen Stellenwert mehr zu haben.
Manchmal frage ich mich, wann und wo die allgemeinen Regeln des Zusammenlebens auf der Strecke geblieben sind!

Das Erlebnis lässt sich jedoch intensivieren.
Und zwar dann, wenn sich die Hälfte der Jugendlichen ein Produkt von McDonald’s reinschiebt, vorzugsweise die doppelstöckige Variante des Hamburgers.
Mit fettigen Pommes und gezuckerten Soft- oder Energydrinks!
Sie können sich kaum vorstellen, welche Geruchsemissionen sich da breit machen.
Vom Anblick der Jugendlichen ganz zu schweigen, denn die essen und kommunizieren ja multitask.
Und die Finger wischt man sich heute selbstverständlich an den gepolsterten Sitzbezügen ab, Servietten sind reine Deko bzw. sinnloses Füllmaterial der braunen Foodbags.

Es lebe die Jugend,… der Fast Food und der öffentliche Personennahverkehr!

Freitag, 19. September 2014

Wine-Up Art - Fotoshooting

Dem Thema Fotografie fühle ich mich persönlich ja sehr hingezogen und daher war es eine grosse Freude, Saskia Widmer (@sasaw) im Rahmen der Wine-Up Art kennenzulernen und ihr bei der Arbeit über die Schultern zu schauen. Es ist immer wieder faszinierend, mit wie viel Hingabe und Liebe zum Detail professionelle Fotografen arbeiten. Alleine das Gespür für den richtigen Augenblick, den speziellen Winkel oder das besondere Licht, lässt mich solche Menschen mit Demut bewundern.


Mickey and Wine?


Als menschliche Mickey Mouse stand die bezaubernde Valentina Nuñez (@_traumfaengerin) Model und liess sich von Sisters Hair & Make-Up Zürich (zwei echt abgefahrene Typen!) den perfekten Look und von (Blatt-)Goldkünstler Thomas Francisco Sarbach ein originelles Bodypainting verpassen.

Thomas Sarbach bei der Arbeit

Valentina Nuñez beim Shooting



Nach dem Shooting wurden die Fotos vor Ort entwickelt, in edlem Wein von Vini Vergani verfeinert (was einen tollen Effekt ergab) und anschliessend öffentlich versteigert.


Negative der Fotosession

Allowed to drink wine!

Dank Sister Stefan (seine Überredungskünste sind unerreichbar!) kam ich zur grossen Ehre, eines der signierten Negative abzustauben. Zusammen mit der veredelten Weinbox von Dario De Siena eine tolle Erinnerung an einen wundervollen Abend in der Blauen Ente.

Signiertes Negativ von Saskia Widmer - tausend Dank!

Eine Erinnerung der besonderen Art

Dienstag, 16. September 2014

Live Wine Box Art

Wenn ausgewählte Künstler mit Wein Kunst machen, ist das schon ein echtes Erlebnis. So geschehen und gesehen am letzten Samstag im Rahmen des Events "Wine-Up Art" in der Blauen Ente.

Abendstimmung im Hof der Blauen Ente



Dario De Siena, Gestalter des Stadtlebens und grafischer Künstler, zeigte vor Ort seine Kreatvität in Form einer Live Wine Box Art Session. In 90 Minuten entstand ein faszinierendes Gesamtkunstwerk auf 24 Weinkisten von Vini Vergani, welches den Blick durch ein Glas Wein auf die Stadt Zürich zeigte.



Liebevolle Details wie die Skyline von Zürich

Der Blick durchs Glas

Dario De Siena und sein fertiges Gesamtkunstwerk



Meine Frau und ich liessen es uns nicht nehmen, eine der limitierten und signierten Weinkisten zu erwerben. Einerseits weil wir so junge Künstler in ihrem Schaffen unterstützen, andererseits weil wir mit der Box ein echtes Unikat und einen grossartigen Rotwein aus der Toscana im Haus haben.

Signiertes Einzelstück von Dario De Siena

Ein neuer Blickfang in der Hausbar

Toscana igt aus der Serie L'Anima di Vergani

Erste Kiste aus der dritten Reihe des Gesamtkunstwerks

Donnerstag, 11. September 2014

Back to the roots

Es muss am zunehmenden Alter liegen, dass sich bei mir der Wunsch manifestiert, meine eigene Geburtsstätte aufzusuchen. Die eigenen Wurzeln des Ursprungs entdecken und erleben. Den Ort anschauen, den sich meine Eltern vor ca. 40 Jahren als 'vorübergehenden' Lebensmittelpunkt aussuchten.

Almeria und Roquetas de Mar, 1'500 km Luftlinie vom heutigen Wohnort entfernt.

Die Erinnerungen an die früheste Kindheit (1. - 6. Lebensjahr) sind, wenn überhaupt, nur verschwommen vorhanden. Beinahe so ausgebleicht, wie die meisten Bilder in den Fotoalben. Und genau das will ich ändern!



Ich möchte meinen Geburtsort sehen, hören, riechen und schmecken.
Vor Ort entspannt zurücklehnen, durchatmen und geniessen.
Nochmals Kind sein, den Entdeckungsdrang wecken.
Wie damals, Ende der Siebziger.



Mit Andalusien assoziiere ich heute brennende Sonne, friedliche Olivenhaine, tosendes Meer, weisse Häuser, frischen Fisch und Paella, opulenten Luxus in Marbella und einfaches Leben auf dem Land, traditionelle Stierkämpfe und Flamenco mit enormer Ausdruckskraft, schwermütigen Texten und herrlichen Gitarrenriffs.


Das möchte ich sehen, hören, riechen und schmecken.
Irgendwo, inmitten zahlreicher Olivenbäume stehen und dem Wind lauschen.
In der Wüste den Sand durch die Finger rieseln lassen.
Im Cabrio an kilometerweiten Obst- und Gemüseplantagen vorbeifahren.

Auf der Maurenfestung Alcazaba stehen und den Blick in die Ferne richten.
Durch enge, verwinkelte Gassen flanieren und vor antiken Gemäuern stehen bleiben.
Im Golfo de Almería abtauchen und für einen Moment schwerelos sein.
Meine Frau an der wildromantischen Felsenküste am Cabo de Gata küssen.
Eine Nacht im Playasol SPA Hotel absteigen und die Zeit zurückspulen.



Die Region Andalusien reizt mich auch kulinarisch, obwohl die traditionelle Küche eher einfach ist, was aber nicht gegen die Qualität spricht.


Das möchte ich sehen, hören, riechen und schmecken.
Den Tag mit einem tiefschwarzen Kaffee und einem süssen Gebäckstück beginnen.
Gegen Mittag, in einer lauschigen Tapas-Bar, das erste Bier mit ein paar Häppchen (Chorizo, Jamón, Manchego, Gambas al ajillo, Pimientos, Tortilla) bestellen.
Spät abends in einem typisch andalusischen Restaurant einkehren, regionale Spezialitäten schlemmen und süffigen Rotwein trinken.
Den Tag auf einer Plaça ausklingen lassen, mit Flamenco-Darbietungen und einem dunklen Pedro Ximénez im Glas.
Glücklich und voller neuer Eindrücke einschlafen, im Hintergrund das Meeresrauschen.



April, mein Geburtsmonat, wäre eine ideale Reisezeit. Angenehme Temperaturen, kaum Niederschlag und bereits mit zahlreichen Festen im Kalender. Zum Beispiel die Semana Santa mit grossartigen Prozessionen oder die Feria de Abril, das grösste Volksfest Andalusiens.


Ich werde mich darum kümmern...!
















Dienstag, 5. August 2014

Best of Côte d'Azur, Part II

[Fortsetzung von Best of Côte d'Azur, Part I]

Wenn Sie in Cannes und Umgebung unterwegs sind, müssen Sie einen Abstecher nach Antibes und die dazugehörende Halbinsel Cap d'Antibes machen. Antibes hat eine sehenswerte Altstadt mit dem alten Grimaldi-Schloss (heute Picasso Museum), überdachtem Marktplatz auf dem Cours Masséna, eine vielzahl an blumengeschmückten Häuschen und rund um das Cap d'Antibes traumhaft schöne Badebuchten. Und sollten Sie nach dem ganzen Sightseeing ein leichtes Hungergefühl verspüren, sind Sie im Hôtel du Cap-Eden-Roc goldrichtig! Suchen Sie sich auf der Terrasse einen schönen Tisch, bestellen Sie ein Glas Champagner und die Speisekarte. Sie werden hier gerne etwas länger bleiben, denn Aussicht und Ambiente sind einmalig und das kulinarische Angebot ein Traum.

Eden-Roc rocks!

Piscine des Hôtel du Cap-Eden-Roc an der Südspitze des Cap d'Antibes 

Linguine au piment, bisque crémeuse et crevettes en persillade - ein Traum!

Sechs Zentimeter Schokolade... und ca. 5 Mio Kalorien

Die Terrasse des Eden-Roc Grill

Traumhafte Abendstimmung beim Hotel Eden-Roc

Für den Schlummi sollten Sie die Altstadt von Antibes aufsuchen, denn hier haben viele Cafés und Bars bis spät in die Nacht geöffnet und bereits Pablo Picasso hat sich hier zeit seines Lebens wohl gefühlt. Lassen Sie sich am Cours Masséna in das Souterrain des Souvenir-Delikatessen-Ladens 'Balade en Provence' führen, Sie werden staunen! In der ausgefallenen l'Absinthe Bar finden Sie ca. 80 Variationen des hochprozentigen Getränks, aber Achtung, die Barchefin gewährt max. drei Absinthe pro Person und Besuch,... sie wird ihre Gründe haben.

Die ausgefallene l'Absinthe Bar im Souterrain

Eine grüne Fee braucht Zeit...

Absinth-Werkzeuge

Barszene in der Bar l'Absinthe


Ein weiteres Highlight ist das ehemalige Fischerdorf Canoïs. Idealer Ausgangspunkt ist hier die Prachtsstrasse La Croisette direkt am Mittelmeerufer, um Cannes zu Fuss zu entdecken und keine der unzähligen Edelboutiquen zu verpassen. Empfehlenswert ist aber auch das Altstadtviertel Le Suquet in der zweiten Reihe oder die Promenade am Meer entlang bis zum legendären Festspielhaus am westlichen Ende des Hafens.

Prachtsfassade des InterContinental Carlton an der La Croisette in Cannes

Couture et café bei Armani in Cannes

Porsche GT3, Blech aus Zuffenhausen

Kennen Sie den Roman 'Das Parfüm - Die Geschichte eines Mörders' von Patrick Süskind? Dann dürfen Sie einen Abstecher nach Grasse nicht verpassen! Eine tolle Stadt,... mit wunderschöner Landschaft,... warmen Farben (Ocker, Gelb, Rosa und Blau dominiert an den Häusern) und einem angenehmen Duft in der Luft. Grasse ist ein Erlebnis für alle Sinne...!

Die Kathedrale Notre-Dame-du-Puy in der Alstadt von Grasse

Blick auf Grasse, Welthauptsadt des Parfüms und Geburtsort von Grenouille

Über den Dächern von Grasse

Heurtoir à la Grasse

Goldene Badewannen in Grasse


Wie ein Symbol für die ganze Côte d'Azur steht der kleine Ort Saint Tropez: Beste Lage in der geschützten Bucht, der Hafen und die Altstadt in harmonischer Architektur, ein malerisches Hinterland und beste Sandstrände in der Bucht von Pampelonne. Dort liegt übrigens auch der legendäre Strandclub 'Le Club 55', den Sie bei einem Roadtrip ansteuern müssen. Hier können Sie im kühlen Schatten das Leben so richtig geniessen,... zum Beispiel mit einer gekühlten Flasche Weisswein und lukullischer Küche zwischen internationalem Szene-Publikum. Mit etwas Glück läuft Ihnen hier der eine oder andere Promi am Tisch vorbei,... bei uns war es Bono von U2.

Savoir vivre im Le Club 55 in Ramatuelle

Ausgelassene Stimmung im Schatten direkt am Meer


Brigitte Bardot verliebte sich während dem Dreh von 'Et Dieu créa la Femme' in die Tarte Tropézienne... und wenn Sie sich die Crèmefüllung dieser Tarte von den Fingern lecken, wissen Sie auch warum. Auf dem Weg nach Saint Tropez finden Sie die kleine Bäckerei von Alexandre Micka,... hier einzukehren lohnt sich!

Die Bäckerei von Alexandre Micka in Saint Tropez

La Tarte Tropézienne


Ich habe schon einige Luxusstädte gesehen,... weltweit,... aber keine kommt auch nur annähernd an Monaco ran. Egal ob etwas rumliegt, rumsteht oder rumgeht - es sieht edel und teuer aus,... verdammt teuer. Auch in Sachen Sauberkeit stellt man in Monaco schnell fest, dass man sich nicht auf französischem Terrain befindet, man könnte ohne Bedenken vom Boden essen. Ein Spaziergang durch das kleine Fürstentum ist Pflicht, idealerweise läuft man den Circuit de Monaco ab, um keine Sehenswürdigkeit zu verpassen.

Das Casino in Monte Carlo/Monaco

Anfahrt zur Loews-Kurve, langsamste Stelle des Circuit de Monaco

Veredelte Luxuskarossen vor dem Fairmont Monte Carlo

Hier donnern manchmal auch die F1-Boliden rein!

Ein Rakete in gelb, Supersportwagen Ferrari Enzo Ferrari im Hafen von Monaco

Port Hercule des Fürstentum Monaco 

Luxusyachten im Port Hercule

Gassen in Monaco


Auch wenn Sie kein Zocker sind, sollten Sie abends eine passende Garderobe anziehen und das legendäre Casino Monte Carlo beehren. Alleine das Feeling an einem der unzähligen Roulette-Tischen zieht einem fast die Schuhe aus. Hier werden Summen gesetzt, gewonnen und/oder verloren, die ich mein Leben lang nie mit legaler Arbeit erwirtschaften kann. Neben dem ganzen Nervenkitzel wird Ihnen aber auch optisch viel geboten, sei es an den Decken und Wänden des Casinos oder den Körpern der Besucher/innen. Ich kenne bereits die neuesten Uhren aus dem Hause Rolex, Hublot oder Audemars Piquet und die aktuellen Kollektionen von Chanel, Dior, Fendi und Hervé Leger. In das eine oder andere Objekt habe ich mich sogar spontan verliebt,... insbesondere die neue Sea-Dweller 4000 lässt mir keine Ruhe mehr.

Inside the Casino

Die Côte d'Azur ist wirklich eine Reise wert,... ich komme gerne wieder, es gibt noch viel zu entdecken!

Freitag, 1. August 2014

Meine Schweiz. Meine Heimat.

Sie ist nicht gross, aber für mich grenzenlos.
Und passend zum heutigen Nationalfeiertag eine Kolumne vom Zürcher Seidenkönig Andi Stutz.
Happy Birthday, Schweiz!


Ich liebe sie so.

Seit ich denken kann, ist sie in meinem Kopf, meinem Herzen und meinem Bauch.
Ich liebe sie so.

Sie ist klein, aber nicht zierlich.
Ihre Rundungen schreien zum Himmel, ihre Falten gehen tief.
Sie hat Ecken, Kanten, schwarze Flecken auf der weissen Weste.
Sie ist Abenteuer pur.

Ist das schön?
Das ist grässlich.
Nur – ich liebe sie so.

Sie umarmt gern pralle Geldsäcke.
Sie ist schnippisch, kalt und selten charmant.

Macht mich das heiss?
Im Gegenteil.
Trotzdem – ich liebe meine Schweiz.

In diesem Land kann man wider Mächtige protestieren, ohne tot im Morgenrot zu liegen.
Verschiedenste Parteien mauscheln obszön um die Wette.
Sie werden nicht verboten.
Priester unterschiedlichster Religionen predigen Friede, Freude, Eierkuchen.
Sie werden nicht erschossen.
Man kann küssen, wen man küssen möchte.
Kein Gefängnis winkt.
Die Kinder gehen zur Schule.
Kranke finden meistens einen Arzt.
Hunger haben wenige.
Unternehmertum wird gelegentlich gefördert.
Ideen können zur Innovation in Forschung und Lehre reifen.
Gut finden muss ich die Schweiz nicht unbesehen.
Dick aufgetragener Patriotismus widert mich an.
Aber dieses Land ist in meinem Kopf, meinem Herzen und meinem Bauch.
Ich liebe es so.