Mittwoch, 4. Dezember 2013

Leichte Verunsicherung

Kennen Sie das?

Sie bummeln ohne die geringste Kaufabsicht durch die Stadt,... scannen ohne Kaufabsicht die Schaufenster,... entdecken bei der Italo-Schneiderei plötzlich einen schönen Cardigan,...


... stürmen mit möglicher Kaufabsicht in den Laden,... scheuchen mit vorfreudiger Kaufabsicht das Personal auf,... ziehen sich mit eindeutiger Kaufabsicht um,... stehen plötzlich total verunsichert vor ihrem eigenen Spiegelbild*...


... und stellen sich folgende Fragen:

"Hast Du in den letzten Wochen das Training etwas zu sehr schleifen lassen?"
{Na ja,... definierter geht immer!}

"Hast Du in den letzten Tagen etwas zu oft in die Keksdose gegriffen?"
{Na ja,... nicht nur in die Keksdose!}

"Ist die Schaufensterpuppe im Erdgeschoss kleinwüchsig?"
{Na ja,... Italiener eben!}

"Dreht dir zu Hause jemand den Kopf um, weil Du den eben erst freigeräumten Schrank schon wieder zuhängst?"
{Mmh,... ich weiss es nicht!}

Kennen Sie das?

Diese Verunsicherung macht mich fertig,... total fertig...!







* Foto ist übrigens von @justfitguys (durfte beim Italiener nicht fotografieren), kommt meinem Spiegelbild aber bis auf das Tattoo sehr nahe

Dienstag, 3. Dezember 2013

Über Aufräumen und Loslassen

Kennen Sie einen Messie?

ICH AUCH NICHT,... aber ich gebe zu, dass ich einem gewissen,... ehm,... sagen wir Sammelzwang erlegen bin. Gründe hierfür liegen wahrscheinlich in meiner Erziehung,... der persönlichen Beziehung zu den jeweiligen Gegenständen... oder ganz einfach im verfügbaren Platz (ich bin noch NIE von einer grossen in eine kleinere Wohnung gezogen!) Und immerhin bin ich jetzt Ü35,... da kommt schon so einiges zusammen. Alleine meine Reise-Souvernirs füllen gut und gerne zwei Umzugskisten,... vielleicht auch vier... oder sechs, ich weiss es nicht so genau. Oder meine Bücher, CDs und Ordner,... die brauchen alle Platz (jaaa-haaa, auch meine alten Schulhefte!).

Auf jeden Fall wurde mir letzthin vor Augen geführt, dass der Keller an die Kapazitätsgrenze gestossen ist... was übrigens stimmt! Einfach so holt da keiner was raus,... ohne Protektoren schon mal gar nicht. Sogar mit BMI 12 wird es richtig eng,... egal ob zur Gefriertruhe, dem Schrank oder Weinregal. Nicht ganz ungefährlich... und meine Habseligkeiten sollen daran schuld sein,... was ich übrigens nicht glaube!

In öffentlich zugänglichen Bereichen, also der Wohnung, dominiert ein puristischer Clean-Chic-Stil. Dieser wird von der Dame des Hauses geprägt und konsequent durchgesetzt, was ein gewisses Konfliktpotential generiert, da ihre Kompromissbereitschaft den aktuellen Tagestemperaturen gleicht. Musste ich letzte Woche erst erfahren, als ich in das Kleiderzimmer beordert wurde. "Welche deiner 84 Hemden trägst Du eigentlich regelmässig?" war die Frage aller Fragen und von 82 Antworten waren ca. 40 nicht zufriedenstellend. Ergebnis: Ich habe massiv reduziert und viel Platz gewonnen,... auch in den Abteilungen T-Shirt, Pullover, Jacken und Hosen. Ein kritischer Blick in Richtung weiblicher Schuhschrank wurde übrigens strafend abgemahnt,... jeder einzelne High-Heel habe seine Daseinsberechtigung. Das Leben ist hart,... High-Heels haben es schön!

Auch im Gästezimmer, welches gleichzeitig als Büro und Bibliothek dient, wurde letzten Freitag ein Exempel statuiert. Ergebnis nach drei Stunden Arbeit: Ich habe nur noch zwei Notebooks, eine Workstation, wenige Ersatzteile und kaum noch persönliche Unterlagen. Das Leben ohne Papier gestaltet sich noch etwas chaotisch,... aber man gewöhnt sich daran!

Nicht einmal vor MEINEM Badezimmer wurde die Notbremse gezogen. Im Rahmen einer nationalen Säuberungsaktion wurde von Aftershave bis Zahnbürste alles auf den Kopf gestellt. Und ganz ehrlich,... ich wusste wirklich nicht, dass ich 10 (in Worten: ZEHN!) offene Duschmittel im Einsatz hatte. Sachen gibt’s,... Mann, Mann, Mann, die überraschen sogar mich!

Verschont blieb vorerst nur die Hausbar,... aber m.M.n. hört bei Wein und Digestif der Purismus auf. Clean Chic bedroht hier nur Leib und Leben,... und das wäre unmenschlich,... finde ich!

Mittwoch, 27. November 2013

Gegen Winterspeck und Wollunterhosen

Gemäss einer aktuellen Studie frisst sich der Durchschnittsmensch in der kalten Jahreszeit drei bis fünf Kilogramm Winterspeck an.

"Muss nicht sein!", dachte ich mir und passte in den letzten Tagen meinen Lebensstil geringfügig an (abgerechnet wird in dut dreieinhalb Wochen auf den Malediven!). Diese Anpassung hat zur Folge, dass meine täglichen Futterrationen eher bunt und gesund ausfallen,... also viel Gemüse und wenig Kalorien... und ich nach Arbeitsende öfters in Turnschuhen unterwegs bin,... im Gym oder meinem Laufrevier um die Ecke.

Das mit dem Laufen ist aber so eine Sache. Wintereinbruch (Schnee und Eis), widrige Wetterverhältnisse (Nieselregen, leichter Schneefall, Temperaturen unter dem Gefrierpunkt) und Dunkelheit (Nacht) machen das Laufen eher zu den "Hunger Games", weil man entweder erfriert,... sich eine fette Lungenentzündung einholt... oder vom Opa mit Nachtsichtschwäche über den Haufen gefahren wird.

Letzte WocheFrüher dachte ich, Thermowäsche, lange Hosen und Hoodie reichen aus,... ABER WEIT GEFEHLT! Ein Lauf bei den aktuellen Verhältnissen erfordert Funktionswäsche und Technik-Gadgets, die einen auf alle Eventualitäten vorbereiten. Also Dinge wie dreidimensionale Strukturen, Feuchtigkeitsregulierung, Stretcheinsätze, ergonomische Nähte, Flachnahtkonstruktion, Reflexelemente, Einschubtaschen, Frontreissverschluss mit Kinnschutz, Power LED, Dauerlicht- und Blinklichtstufen, fokussierbarer Lichtkegel, aggressive Traktion, flacher Aufprallschutz, reaktionsfreudige Dual-Density-Dämpfung usw.

Ja ja,... Laufen im Winter IST echter Hochleistungssport,... mindestens vom Equipment her... in etwa so:


{Nike Element Shield Running Jacket, Nike Elite Storm Fit Tech Laufhandschuhe, Nike Air Max Running Shoe, Nike Element Shield Hose, Nike Element Shield Running Jacket, Nike Running Dri-Fit Mütze, Petzl TIKKA XP® 2 LED Stirnlampe und zwei zusätzliche Reflektionsbänder}

Dienstag, 26. November 2013

Über die Wichtigkeit der eigenen Hausbar

Der eigenen Hausbar sollte man IMMER genügend Beachtung schenken,... aber in der kalten Jahreszeit vielleicht noch ein paar Promille mehr als sonst. Weshalb? Na ja,... überlegen Sie mal, was Sie alleine wegen und während Weihnachten in sich hineinschütten, damit Sie diese Tage unbeschadet und mit einem Lächeln im Gesicht überstehen. Sehen Sie... und genau deshalb sollte man sich frühzeitig um den Bestand kümmern und sicherstellen, dass es genügend Reserven hat. Hierfür eignet sich die Vorweihnachtszeit besonders gut.

Ich habe letztes Wochenende, zwischen Adventskranz, Kerzen und Weihnachtsschmuck, damit angefangen.... und bin - das gebe ich offen zu - als Marketingopfer relativ schnell und einfach zu überzeugen. Ein ansprechender Verkaufsstand, eine offene Degustation und ein guter Verkäufer mit breitem Fachwissen - et voilà,... schon bin ich bereit, einen Tauschhandel einzugehen! Eigentlich traurig, dass es noch immer viele Firmen gibt, die diesen Tauschhandel komplett falsch angehen,... insbesondere was das Personal betrifft. Was sich hier manchmal als 'Verkäufer/in' oder 'Berater/in' ausgibt, erfüllt streng genommen die Tatbestände absichtliche Täuschung, Betrug und Beleidigung.

Nicht so im Einkaufszentrum meines Vertrauens (hier ist die Welt noch in Ordnung), wo ich letzten Samstag eine kleine Auswahl edler Destillate aus dem Hause Stählemühle, eine mir bis dahin unbekannte Brennerei, kennenlernen durfte. Und ich kann Ihnen eines sagen: Was diese Edelobstbrennerei aus Eigeltingen-Münchhöf kreiert, destilliert, in Flaschen abfüllt und zum Verkauf anbietet, kommt dem göttlichen Weihwasser sehr nahe! Schauen Sie sich mal das Sortiment an (so muss eine Ecke im Paradies aussehen!) und greifen Sie zu, sobald Sie die Gelegenheit dazu haben!

Besonders fasziniert war ich von der Nr. 244, ein Cuvée von Bergamotte und Bourbon-Vanille. Einfach überwältigend,... grandios,... genial,... Science-Fiction in Perfektion!


{Im Glas oder als Verfeinerung eines süssen Desserts - in jedem Fall ein Genuss!}

Montag, 25. November 2013

kcüRBlick Energy Stars For Free 2013

Mann,... Mann,... Mann, das Energy Stars For Free 2013 war von A bis Z genial! Leckere Verpflegung im VIP-Bereich, spaciges Ambiente im Hallenstation (Weltraum-Look), mit Ellie Goulding, Sido, Baschi (Chum bring en Hei...!), Leona Lewis und Alex Price ein paar echte Kracher (Steff la Cheffe und Jan Oliver braucht kein Mensch) und eine wahnsinnige Stimmung vor, auf und hinter der Bühne! Nochmals herzlichen Dank für die Einladung an Energy,... wir kommen 2014 gerne wieder!






Freitag, 22. November 2013

Energy Stars for Free 2013

In weniger als sieben Stunden starten die Triebwerke zum Energy Stars For Free 2013 und ich darf Dank unserem Medienpartner Radio Energy (vielen Dank für die VIP-Einladung!) mittendrin statt nur dabei sein. Um 17.30 Uhr ist Boarding und nach einer exklusiven Backstage-Führung sowie einem Flying Dinner startet um 19.00 Uhr der Flug ins All,... unter anderem mit Sportfreunde Stiller, James Arthur, Ellie Goulding, Sido, Tinie Tempah, Bligg oder Leona Lewis. Woohoo,... ich glaube das wird richtig gut!

{Randnotiz: Der Marketingleiter von Radio Energy plauderte beim letzten Business-Meeting aus dem Nähkästchen und erzählte ein paar Anekdoten, die sich 1:1 vor und im Studio an der Kreuzstrasse abgespielt haben: Zeitweise über 300 kreischende Teenies mit und ohne Erziehungsberechtige vor dem Haus,... singende Schulklassen im Treppenhaus,... über 300 selbstgebackene Kuchen und kiloweise Schokolade als Bestechungsmittel. Oder ganz tragisch: Eine 14-jährige, welche über 2'200 Mal am SMS-Wettbewerb teilgenommen hat (Kostenpunkt pro SMS: CHF 0.80!)... und dennoch leer ausging.}

Mittwoch, 20. November 2013

"Kalkulierbarer Leichtsinn" Reloaded

Nach vielen, vielen Jahren verspüre ich das leichte Bedürfnis, mich mal wieder den "riskanten" und "gefährlichen" Dingen des Lebens zu widmen,... so wie damals,... zwischen 1997 und 1999 an der Berufsmaturitätsschule in Bern! Wir waren sechs Jungs (sehen uns auch heute noch mehr oder weniger regelmässig!) und hatten nach einer Lektion Betriebliches Rechnungswesen und Controlling bei Dr. rer. soc. oec. WUW, lic.oec. HSG Giulio Trepp die glorreiche Idee, gemeinsam in Call und Put Optionen zu investieren.


Vom Handel mit Optionen hatten wir damals wenig bis überhaupt keine Ahnung,... aber der Junior Banker in unseren Reihen wusste bereits sehr genau, dass ein speziell für den Terminhandel vorgesehenes Konto/Depot der erste Schritt war. Ein paar Tage später zahlten wir je 2'000 Franken ein und waren bereit, mit zwöftausend Kröten an der Börse einzusteigen.

Da unsere Begeisterung mit den beiden Faustregeln von Warren Buffet (Regel Nr. 1: Verliere niemals Geld. Regel Nr. 2: Vergiss nicht Regel Nr. 1) kolidierte, befassten wir uns in einem zweiten Schritt mit der Funktionsweise und den Risiken von Optionen. Das war leichter gesagt, als getan, denn Laufzeiten, Kurslimiten, Hebelwirkungen, Strikes, Volatilitäten, etc. waren/sind recht komplex. Parallel dazu abonierten wir die Finanz und Wirtschaft, studierten Wirtschaftsartikel und diskutierten Marktentwicklungen, um nicht ins Blaue hinaus Optionen zu kaufen. Nachdem wir interessante Optionen von liquiden Basiswerten (mehrheitlich aus dem Technologiesektor) gefunden hatten, legten wir eine Strategie fest und riefen unseren Broker an, um diverse Käufe zu tätigen. Danach hiess es warten,... manchmal drei, manchmal zehn Tage. Der Start war zäh, aber wir verfolgten die richtige Strategie und hatten Erfolg. Unser kleines Startkapital vermehrte sich in den goldenen Börsenjahren 1997/1998 rasant. Geld verdienen war einfach... und machte irrsinnig viel Spass!

Die realisierten Gewinne investierten wir in der Regel umgehend in neue Optionen. Unsere Anlagestrategie wurde raffinierter... und mutiger. Gemeinsam durchlebten wir die gesamte Bandbreite des Handels,... von himmelhoch jauchzend (nach fetten Gewinnen mit INTEL Optionen) bis zu Tode betrübt (nach Rückschlägen mit Biotech-Titeln). Alles in allem setzten wir jedoch auf die richtigen Pferde, was wir gelegentlich auch im gebührenden Rahmen feierten. Das sah dann so aus, dass wir alle den feinen Zwirn (Krawatte inklusive) aus dem Schrank nahmen, in einem Sternerestaurant einen Tisch reservierten, Chateaubriand à discretion und Rotwein aus dem Bordeaux (die Flasche à 150.00 Franken) bestellten, Zigarren pafften und uns wie kleine Unternehmer fühlten.

Ende 1999 lösten wir das gemeinsame Konto/Depot auf,... einer kaufte ein Auto, ein anderer ein professionelles DJ-Equipment und ich meine erste Wohnungseinrichtung.